SCHLÄGEREI UND FESTNAHME

Veranstalter der Anklamer Tanznacht verteidigt Sicherheitskonzept

Pöbeleien, Platzverweise, Verletzungen und Anzeigen: Nach einer Tanzveranstaltung musste die Polizei einen Tumult vor dem Anklamer Volkshaus mit einem Großeinsatz beenden. Der Veranstalter zieht dennoch ein positives Fazit.
Vor dem Anklamer Volkshaus wurde die Situation in der Nacht zu Sonntag brenzlig. Ein Tumult mit rund 200 Beteiligten wurde von
Vor dem Anklamer Volkshaus wurde die Situation in der Nacht zu Sonntag brenzlig. Ein Tumult mit rund 200 Beteiligten wurde von einem Großaufgebot der Polizei aufgelöst. Dabei kam es auch zu Handgreiflichkeiten. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Es war die erste „Anklamer Tanznacht“ die am Wochenende im Volkshaus stattfand und für ziemlich viel Furore sorgte – im negativen Sinne. Auch wenn sich die Gerüchte um eine Massenschlägerei nicht mit dem Polizeibericht decken: Die Lage war für die Einsatzkräfte zunächst unübersichtlich.

Großeinsatz vor dem Volkshaus

Das erklärt auch, dass die Beamten so ziemlich alles mobiliserten, was der ländliche Polizeiraum um vier Uhr morgens zu bieten hat: 15 Streifenwagen aus dem ganzen Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurden angefordert, zusätzlich auch noch drei Besatzungen der Bundespolizei aus Pasewalk und ein Diensthund.

200 Personen, viele alkoholisiert

Was war geschehen? Veranstalter Heiko Krüger berichtet zunächst von einem fröhlichen Tanzabend ohne weitere Vorkommnisse. Zwei Streithähne, ein 23-Jähriger und einem 33-Jähriger – beides Einheimische aus dem Bereich Anklam-Land, hätten sich zum Ende der Veranstaltung verbal auseinandergesetzt und anschließend vor der Tür geprügelt. Als die Polizei eintraf hätten sich rund 200 Personen – teils stark betrunken – vor dem Volkshaus aufgehalten. Erst nach dem es Platzverweise hagelte, mehrere Anzeigen aufgenommen und ein junger Mann vorläufig in Gewahrsam genommen wurde, hätte sich der Tumult aufgelöst.

Veranstalter: Drinnen war alles friedlich

Aussagen, dass Mitglieder der rechten Szene an den Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein sollen, bestreitet die Polizei. Dazu gebe es keine Hinweise, hieß es am Montag. Für Veranstalter Heiko Krüger ist der Vorfall kein Grund, Anklam als Veranstaltungsort zu streichen. Die Auseinandersetzungen hätten erst nach der Tanznacht stattgefunden, betont er. In der Halle sei es eine friedliche Veranstaltung mit rund 500 Gästen gewesen. Die acht Sicherheitskräfte hätten die Lage unter Kontrolle gehabt, so Krüger. Dass Anklam mit Blick auf die rechte Szene ein besonderes Pflaster ist, sei ihm bewusst. Er sei aber überzeugt, dass man der Mitte der Gesellschaft auch Raum geben müsse und sich keineswegs zurückziehen dürfe.

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