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Gefahrgutzug im Einsatz

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Verdächtiges Pulver am Anklamer Bahnhof

Das Bahnhofsgebäude in Anklam wurde teilweise abgesperrt, der Zugverkehr aber nicht beeinträchtigt.
Das Bahnhofsgebäude in Anklam wurde teilweise abgesperrt, der Zugverkehr aber nicht beeinträchtigt.
Anne-Marie Maaß

Ein Gefahrgutzug musste am Dienstag nach Anklam ausrücken. Dort war ein anonymes Päckchen mit verdächtigem Inhalt gefunden worden. Wobei die Polizei anfangs noch recht ruhig blieb...

Erst einige Stunden nach dem Fund begann die große Aufregung: Mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr und der Gefahrgutzug des Landkreises Vorpommern-Greifswald rückten am Dienstagabend gegen 18 Uhr zur Polizeiinspektion Anklam aus. „So viel Blaulicht haben selbst wir selten”, konnte Polizeisprecher Axel Falkenberg eine halbe Stunde später schon wieder scherzen. Denn: Mit dem verdächtigen Pulver sei glücklicherweise niemand in Kontakt gekommen. Die Substanz werde nun nach Berlin gebracht, um am Robert-Koch-Institut untersucht zu werden.

Päckchen war adressiert wie ein Rückläufer – war aber keiner

Als die Chemie-Spezialisten gerufen wurden, kursierte das Päckchen allerdings schon einige Stunden durch die Stadt – und befand sich zuletzt auch schon einige Stunden in der Obhut der Polizei. Gegen Mittag sei das Päckchen zunächst an das Geschäft im Anklamer Bahnhofsgebäude geliefert worden. „Es war so adressiert, als ob es eine Rücksendung an den Betreiber des Geschäfts sei, weil das Paket nicht zugestellt werden konnte”, erläutert Falkenberg.

Die Polizei rief erst Stunden später die Feuerwehr

In dem Päckchen hätte sich, gesondert und vakuumverpackt, ein weißes Pulver befunden. Der Betreiber des Geschäfts habe deshalb die Polizei gerufen. Die Beamten hätten das Päckchen gesichert und zur Inspektion gebracht. Erst einige Zeit später habe man beschlossen, „auf Nummer sicher zu gehen”, so der Polizei-Sprecher. Ob das ganze ein übler Streich war oder tatsächlich Gefahr von dem Pulver ausging, wird sich wohl erst in einigen Tagen klären.