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Verkehrssicherung hat höchste Priorität

Der Sparzwang wirkt sich auch auf Anklams Straßen aus. Doch die Stadt sei zur Verkehrssicherung verpflichtet und könne sich dies nicht aussuchen. Bei kleinere Maßnahmen könnte künftig aber der Bauausschuss mitreden. Ohne Baumaßnahmen drohen in bestimmten Gebieten Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Das Bauamt will die Ausbesserungen der Straßen durch den Bauhof auch 2019 fortsetzen.
Das Bauamt will die Ausbesserungen der Straßen durch den Bauhof auch 2019 fortsetzen. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist der Anklamer Bauhof den Schlaglöchern in der Stadt selbst mit heißem Asphalt zu Leibe gerückt. Das Resultat könne sich durchaus sehen lassen, bilanzierte Bauamtschefin Sylvia Thurow im Bauausschuss. Auch wenn der Regen an manchen Tagen den Arbeitern einen Strich durch die Rechnung machte, sei der Auftakt mit dem geliehenen Spezialanhänger durchaus geglückt.

Viele Straßen im Anklamer Stadtgebiet konnten geflickt werden, wohl auch im Sinne der Anwohner. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten mit dem Heißasphalt daher wieder in den Haushalt eingestellt werden. Zu tun gibt es in Anklam nämlich noch einiges.

Löcher im Kleinbahnweg werden immer größer

Längst konnten noch nicht alle Straßen in Anklam ausgebessert werden. In der Bauausschuss-Sitzung im Dezember machte etwa CDU-Mann Bernd Kohn darauf aufmerksam, dass die Situation im Kleinbahnweg weiterhin aus seiner Sicht nicht mehr haltbar sei. „Die Löcher werden immer größer, sodass die Anlieger bald gar nicht mehr wissen, wo sie noch lang fahren können“, sagt er.

Dementsprechend kam bei den Mitgliedern des Ausschusses auch die Frage auf, ob für den Straßenunterhalt vorab Prioritätenlisten erstellt werden, die dem Ausschuss vorgelegt werden können, bevor die Arbeiten beginnen. Dazu gab es von Bauamtschefin Sylvia Thurow nur eine halbwegs zufriedenstellende Antwort.

Es gab keine Auswahlverfahren

Durch die Sparmaßnahmen und die Haushaltsauflagen der vergangenen Jahre sei es nur noch möglich gewesen, dort wirklich Arbeiten durchzuführen, wo die Stadt die Verkehrssicherungspflicht erbringen müsse, dazu gäbe es kein Auswahlverfahren. Dies sei eine Verpflichtung der Stadt. Doch auch an dieser Stelle sei das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Im schlimmsten Falle müssten 10km/h-Schilder aufgestellt werden, wenn die Haushaltslage keine Reparaturen zuließe, so Thurow.

Für die Arbeiten mit dem Heißasphalt trifft das noch nicht zu. Sollten die Arbeiten wieder aufgenommen werden, könnten vorab die geplanten Maßnahmen dem Ausschuss vorgelegt werden, so Thurow.

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