MODELLFLIEGER SUCHEN NACHWUCHS

Video: Sandmännchen fliegt durch Anklam

Die Hallen-Flugshow ist für die Anklamer Modellsportler mittlerweile zu einem festen Termin im Vereinskalender geworden. Dabei hoben auch wieder mehr oder weniger ungewöhnliche Fluggeräte ab.
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Freundlich grüßend schwebte das Sandmännchen durch das Volkshaus.  
Freundlich grüßend schwebte das Sandmännchen durch das Volkshaus. Matthias Diekhoff
Marcel Muranka zeigt einen Gyrocopter, bei dem die Rotoren vom Fahrtwind angetrieben werden.  
Marcel Muranka zeigt einen Gyrocopter, bei dem die Rotoren vom Fahrtwind angetrieben werden. Matthias Diekhoff
Mit einem starken Elektromotor und aus Styropor gebaut, verblüffen die leichtgewichtigen "Shock-Flyer" mit tollen Flugmanövern.
Mit einem starken Elektromotor und aus Styropor gebaut, verblüffen die leichtgewichtigen „Shock-Flyer” mit tollen Flugmanövern. Matthias Diekhoff
Anklam.

Zu ungewöhnlich früher Stunde war das Sandmännchen am Wochenende in Anklam unterwegs. Lässig winkend schwebte er auf einem gelben Teppich durch das Volkshaus. Und das nicht nur zur Freude der anwesenden Kinder. Bei der inzwischen schon sechsten Hallen-Flugshow des Anklamer Modellsportclubs, zu der auch Mitglieder anderer Vereine aus nah und fern angereist waren, zeigte sich mal wieder, dass die kleinen, selbst gebauten Flieger ein Hobby für alle Altersklassen sind.

Dabei waren vor allem sogenannte Shock-Flyer am Start, die im Wesentlichen aus dünnen Styropor-Platten bestehen, die ursprünglich als Dämm-Material gedacht waren. Versehen mit einem entsprechend starken Elektromotor sind die Leichtgewichte von zumeist unter 100 Gramm in der Lage, allerlei Kunststücke zu vollführen und sogar senkrecht in der Luft zu stehen. Und das sogar ohne ein spezielles Profil an den Tragflächen.

„In der Halle fliegt alles, was einen Motor hat“, bringt Marcel Muranka vom Modellsportclub das Prinzip auf den Punkt. Womit dann auch das Geheimnis des fliegenden Teppichs geklärt wäre. Und die Elektromotoren hätten es inzwischen in sich, erklärte ein anderer Modellsportler. Was vor zehn Jahren noch belächelt wurde, sei inzwischen Standard. Die Leichtgewichte würden zwar auch im Freien funktionieren, aber in den Monaten, wenn dort für die Modellsportler nicht viel geht, seien sie eben auch ideale Fluggeräte für die Halle.

Neben Shock-Flyern waren gestern im Volkshaus aber auch noch Hubschrauber, Multikopter, die vielen als Drohnen bekannt sind, und auch Gyrokopter unterwegs. Und vielleicht bekam der eine oder andere dabei auch Lust auf mehr. Denn auch beim Anklamer Modellsportclub mit seinen aktuell 27 Mitgliedern ist Nachwuchs gern gesehen. So betreut der Verein an der Schillerschule eine Arbeitsgemeinschaft, in der die Älteren jetzt schon an Flugzeugmodellen bis zu zwei Metern Spannbreite arbeiten. Und schließlich stellte der Verein 2017 auch den Jugendmeister des Landes in der Disziplin Freiflug, berichtete Winfried Brümmer stolz.

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