THEATER

Vineta-Baum gedeiht in Anklamer Garten

2000 Tütchen mit Samen wurden im vergangenen Jahr an Besucher der Vineta-Festspiele verschenkt. Eckhard Rüberg hat die Herausforderung angenommen.
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Der vinetische Botschafter Marc Hunold (links) freut sich mit Eckhard Rüberg über das kleine Vineta-Bäumchen.
Der vinetische Botschafter Marc Hunold (links) freut sich mit Eckhard Rüberg über das kleine Vineta-Bäumchen. Matthias Diekhoff
Anklam.

Marc Hunold kann es offensichtlich kaum fassen: Immer wieder bestaunt der vinetische Botschafter, der bei der Vorpommerschen Landesbühne auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, das kleine Bäumchen. Das steckt noch in einem Blumentopf und der wiederum steht im Garten des Anklamers Eckhard Rüberg. Der Weg der kleinen Esche von der Vinetabühne in Zinnowitz an die Peene nahm im vergangenen Jahr seinen Anfang. Da wurden im Rahmen der Aktion „Vineta-Baum“ 2000 Tütchen mit Samen an Besucher der Festspiele verteilt – nebst einer sehr detaillierten Anleitung, was alles beachtet werden muss, damit aus dem Samen schließlich ein Baum werden kann.

Bäumchen wurde in Ruhe gelassen

Unter anderem war darin auch ein Aufenthalt im Kühlschrank vorgesehen, berichtet Eckhard Rüberg. Er habe zwar versucht, sich an die Anleitung zu halten, dann aber auch festgestellt, dass das Bäumchen auch sehr gut damit zurechtkommt, wenn es in Ruhe gelassen wird. Das scheint allerdings nicht vielen der 2000 Besucher gelungen zu sein. Dem Aufruf der Landesbühne, sich bei entsprechenden Aufzucht-Erfolgen zu melden, ist bisher nur der Anklamer nachgekommen. Dafür bekam er dann gestern vom vinetischen Botschafter ein kleines Dankeschön in Form von Geschenken und zwei Freikarten für die nächste Saison überreicht. Und als Marc Hunold erfuhr, dass es auch vier Enkelkinder gibt, legte er gleich noch so viele Karten darauf, worüber sich die beiden Vineta-Fans Eckhard und Annegret Rüberg natürlich sehr freuten.

Beide verfolgen die Episoden um die legendäre versunkene Stadt schon seit einigen Jahren sehr aufmerksam und mit viel Begeisterung. Besonders gefällt ihnen daran, dass die Geschichte immer weiter erzählt wird und sich nicht nach dem immer gleichen Schema wiederholt. Auch die Einbindung der Eleven der Theaterakademie sei eine tolle Sache. Und schließlich sei es auch immer wieder schön, Erwin Bröderbauer auf der Bühne zu erleben.

Jetzt Vorfreude auf „Die Peene brennt”

Doch auch die anderen Open-Air-Inszenierungen der Vorpommerschen Landesbühne haben es den beiden Anklamern angetan. Sie waren unter anderem auch schon bei den Schlossinselfestspielen in Wolgast und freuen sich schon jetzt auf „Die Peene brennt“ im September.

Was als Nächstes mit dem Bäumchen wird, weiß Eckhard Rüberg auch schon. Wenn es soweit ist, soll es umgetopft werden. Weggeworfen werde es auf keinen Fall. Darüber freut sich wiederum Marc Hunold, macht die Pflanze doch nicht nur ein bisschen Werbung für die Vineta-Festspiele, bei denen nicht zufällig auch ein sprechender Baum mitspielt. Zugleich könnte die kleine Esche auch ein bisschen Hoffnung für ihre Artgenossen spenden, die bereits seit einigen Jahren massiv von einem Pilz bedroht werden, wie der vinetische Botschafter weiß.

 

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