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Auflagen

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Vorläufige „Fahrerlaubnis“ für die Stolper Fähre

Das Fahrverbot für die kleine Stolper Fähre ist erst einmal aufgehoben.
Das Fahrverbot für die kleine Stolper Fähre ist erst einmal aufgehoben.
Veronika Müller

Sie ist wieder mobil: Die Zeit des Stillstandes der Stolper Fähre ist vorbei. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mainz gab jetzt grünes Licht für den „vorläufigen“ Fährbetrieb. Dennoch bleiben einige Auflagen.

Es läuft wieder an der Stolper Fähre. Das Fahrverbot des kleinen Gefährts ist aufgehoben. „Ich habe einen Anruf aus Mainz bekommen – damit der Stillstand zum Glück vorerst vorm Tisch.“ Marcel Falk, Bürgermeister des Dörfchens an der Peene, kann aufatmen. Denn auch der defekte Motor ist inzwischen repariert. Die Gemeinde hatte dafür und für die geforderte sicherheitstechnische Nachrüstung unter anderem von Rettungswesten, Rettungsring, Fernglas und Anker extra noch einmal den Haushaltstopf ordentlich aufgestockt. Doch das hatte der Wasserschutzpolizei nicht ausgereicht, sie wollte zusätzlich ein spezielles Fährzeugnis für den Fährmann und eine Sprechfunkanlage auf dem Kahn sehen.

Frist soll bis zum Saisonende verlängert werden

„Diese zwei Punkte sind offenbar komplett vom Tisch“, sagt Falk. Allerdings, ohne Auflagen geht es nun dann auch nicht. Den Bodenbericht, die Kettenprüfung, den Ballasttest sowie die Stabilitätsberechnung will das Amt in Mainz demnächst sehen. „Das machen wir natürlich.“ Derzeit gilt die „Fahrerlaubnis“ für die „Kahnfähre, die per Kurbel und mit Hilfsmotor“ betrieben wird – wie es amtlich heißt – bis zum 8. Juli.

Eine kurze Frist, um all die anderen angeforderten Tests und Belege zu beschaffen. Darum will die Gemeinde jetzt versuchen, die vorläufige Betriebserlaubnis bis zum Saisonende im Oktober verlängern zu lassen. „Wir sind gerade dabei, die entsprechenden Anträge zu stellen“, sagt Falk. Im Winter, wenn die Fähre routinemäßig an Land geht, sollen dann die restlichen Auflagen erfüllt werden. „Ich hoffe, das klappt alles wie geplant.“

Aber vorerst freuen sich vor allem die Touristen, die sich jetzt einen gut 20 Kilometer langen Umweg über Anklam ersparen und stattdessen wieder mit der Fähre zwischen Stolpe und Stolpmühle über die hier 40 Meter breite Peene übersetzen können. Und die Gemeindekasse „freut“ es ebenfalls: So klimpert ab jetzt wieder „Fährgeld“ im Topf.

Kommentare (1)

Bin vorigen Sonntag vom Fährmann übergesetzt worden, sicher und mit Humor. Ich war dort in Polzin und Quilow zuletzt vor ewiger Zeit in den sechziger Jahren als Student gewesen zum Praktikum. Die Fähre ist ein Schatz der Gegend.