SCHUTZMAßNAHMEN

Vorpommern-Greifswald verschärft Vogelgrippe-Regeln

Nachdem es weitere Fälle von Fälle von Vogelgrippe in Vorpommern-Greifswald gegeben hat, wurden nun die Schutzmaßnahmen erhöht.
In Vorpommern-Greifswald wurde nach drei Vogelgrippe-Fällen die Aufstallung für Geflügelbestände ab 500 Ti
In Vorpommern-Greifswald wurde nach drei Vogelgrippe-Fällen die Aufstallung für Geflügelbestände ab 500 Tiere angeordnet. Stefan Sauer
Anklam ·

Wie Landrat Michael Sack (CDU) mitteilte, müssen Geflügelbestände mit über 500 Tieren ab sofort im Stall gehalten werden. Entgegen einer ersten Regelung aus der vergangenen Woche, gilt die neue Allgemeinverfügung für den gesamten Landkreis. Als Geflügel gelten laut Verordnung Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse.

Tiere müssen in dauerhaft geschlossene Ställe

Unter Aufstallung versteht die Kreisverwaltung dabei Tiere, die in dauerhaft geschlossenen Ställen gehalten werden oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben dichten Abdeckung und einem gesicherten Seitenbereich besteht. Wildvögel dürfen in jedem Fall nicht eindringen können. Insgesamt hat es im Kreis Vorpommern-Greifswald bereits zwei gesicherte Fälle von Vogelgrippe gegeben. In Greifswald wurde eine tote Möwe und in Lütow auf Usedom eine Wildente gefunden. Bei den beiden toten Wildvögeln konnte die klassische Geflügelgrippe des Typs H5N8 nachgewiesen werden. Bereits Ende der vergangenen Woche wurde nahe Wolgast ein toter Waldkauz von Jägern gefunden. Bei dem Tier wurde ein Untertyp der Geflügelgrippe diagnostiziert, wobei ein genauerer Befund noch aussteht.

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Neben den verschärften Regelungen für Geflügelhalter richtete sich Landrat Michael Sack auch an die restliche Bevölkerung. Wer bei einem Spaziergang tote Vögel finde, müsse diese melden. Nur durch die aufmerksame Unterstützung aus der Bevölkerung könne die Grippe eingedämmt werden. Sollte man einen toten Wildvogel finden, ist es wichtig, diesen auf keinen Fall zu berühren. Der richtige Ablauf wäre, das Veterinäramt oder das örtliche Ordnungsamt zu informieren und den Vogel etwa durch einen Stock zu markieren, damit er schnell gefunden wird. An Wochenenden und nach Dienstschluss ist auch der jeweilige Bereitschaftstierarzt zuständig.

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