Seit zwei Jahren gibt es in das Wahlpflichtfach Feuerwehr an der Regionalen Schule Pasewalk in der neunten und zehnten Klasse.
Seit zwei Jahren gibt es in das Wahlpflichtfach Feuerwehr an der Regionalen Schule Pasewalk in der neunten und zehnten Klasse. Mit dem Schuljahresbeginn nehmen an dem Projekt so viele Schüler wie noch nie teil. ZVG
Einmaliges Projekt

Vorpommern testet ein neues Schulfach

Ehrenamtlich bilden zwei Kameraden Schüler der Regionalen Schule Pasewalk im Wahlpflichtfach Feuerwehr aus. Das einmalige Projekt hat es jetzt unter die ersten Fünf bei einem Bundeswettbewerb geschafft.
Pasewalk

Das vom Landkreis Vorpommern-Greifswald unterstützte Projekt „Schulfach Feuerwehr“ hat im Rahmen des Förderpreises „Helfende Hand“ des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) eine Platzierung unter den ersten Fünf geschafft.

Projekt auch für den Publikumspreis nominiert

Außerdem wurde das Projekt für den Publikumspreis nominiert, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. „Ich freue mich sehr, dass unser nominiertes Projekt ,Schulfach Feuerwehr‘ der Freiwilligen Feuerwehr Pasewalk unter den Bestplatzierten in der Kategorie Nachwuchs ist und zudem für den Publikumspreis nominiert wurde“, sagte Landrat Michael Sack. Kreisverwaltung und Kreistag hatten sich dem Landrat zufolge engagiert für das Zustandekommen des Projektes eingesetzt, mit dem die Feuerwehr ihre Aufgaben und Tätigkeiten im Rahmen des Schulunterrichts darstellt.

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Außerdem werden den Kindern grundlegende Inhalte zum persönlichen Verhalten in punkto Brandschutz vermittelt. Die Kreisverwaltung hatte das Schulfach Feuerwehr für die Verleihung des Förderpreises vorgeschlagen, so Michael Sack. „Wenn nicht dieses Projekt, was dann“, meint der kreisliche Ordnungsamtsleiter Werner Hackbarth. Der Wehrführer der Pasewalker Feuerwehr, Marco Freuer, und der Amtswehrführer des Amtes Uecker-Randow-Tal, Marcel Lichtnow, vermitteln innerhalb des Schulunterrichtes das theoretische Wissen, dass die angehenden Feuerwehrleute im Rahmen der Ausbildungen zum Truppmann I und II benötigen. „Wir müssen nach anderen Wegen suchen, Jugendliche für die Feuerwehr zu begeistern und ihnen den Übergang von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst zu erleichtern“, sagte Hackbarth.

Projekt braucht Unterstützung bei Abstimmung

Die notwendigen Bewerbungsunterlagen für den Förderpreis wurden von den beiden erfahrenen Wehrführern komplettiert und schließlich vom Kreis eingereicht. Damit das einzigartige Schulprojekt den Publikumspreis gewinnt, brauche es Hackbarth zufolge Unterstützung bei der Abstimmung. Möglich ist das im Internet.

Das im Jahr 2019 in Pasewalk gestartete Projekt „Feuerwehr macht Schule“ hat mit dem neuen Schuljahr die bislang größte Teilnehmerzahl. Jeweils zwölf Jugendliche in den Klassenstufen neun und zehn hätten in dem Wahlpflichtfach an der Regionalen Schule die Truppmannausbildung Teil I (Klasse neun) und Teil II (Klasse zehn) begonnen. Mit der Verleihung des Förderpreises „Helfende Hand“ verfolgt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) das Ziel, das ehrenamtliche Engagement von Einzelnen, Gruppen oder Einrichtungen im Bevölkerungsschutz einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Eine Jury nominiert in allen drei Kategorien je fünf Konzepte oder Projekte, die zur Preisverleihung eingeladen werden. Die Entscheidung für die jeweiligen Sieger wird erst am Tag der Preisverleihung durch den Bundesinnenminister bekannt gegeben. Unterstützer können per Klick bis zum 6. Dezember für ihr favorisiertes Projekt abstimmen unter

 

Abstimmen können Sie unter www.helfende-hand-foerderpreis.de

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