BILDUNG

Vorpommerns Schulen sind digitale Vorreiter

Fünf Schulen im Landkreis sind als sogenannte „Starter-Schulen” beim Digitalpakt von Bund und Land mit an Bord. Sie sind die ersten, die für die Digitalisierung des Schulalltags auch breite finanzielle Unterstützung erhalten.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Erste Smartboards gibt es am Lilienthal-Gymnasium in Anklam bereits. Foto: Anne-Marie Maaß
Erste Smartboards gibt es am Lilienthal-Gymnasium in Anklam bereits. Foto: Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Anklam/Pasewalk.

Am Mittwoch wurde der Digitalpakt der Landesregierung für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Insgesamt 110 Millionen Euro von Bund und Land sollen die Schulen in den kommenden Jahren fit für die digitale Zukunft machen. Ganz vorne mit von der Partie bei den ersten 24 Schulen im Land, die von der Förderung profitieren, ist auch das Anklamer Lilienthal-Gymnasium.

Als eine von fünf „Starter-Schulen“ im Landkreis Vorpommern-Greifswald werden den Anklamern nun knapp 232 000 Euro für die Digitalisierung zur Verfügung gestellt. Große Freude löste das natürlich auch bei Schulleiter Mathias Ruta aus. Der hatte vorab zwar schon erfahren, dass es für das Lilienthal-Gymnasium in der Prioritätenliste nicht schlecht aussieht, die genaue Fördersumme wurde aber erst Mittwoch bekannt.

Tablets könnten vor allem in Naturwissenschaften eingesetzt werden

„Wir haben natürlich unser Konzept und genaue Vorgaben, was mit dem Geld gefördert werden kann. Der Wunsch wäre es, damit ein W-Lan-Netz in der Schule zu ermöglichen und einige Klassensätze Tablets anzuschaffen, womit vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern – auch verbunden mit den digitalen Tafeln – arbeiten können“, sagte der Schulleiter. Neben den konzeptionellen Anforderung, liege mittlerweile auch schon ein Glasfaseranschluss als technische Voraussetzung an der Schule vor.

Ebenfalls zu den ersten Schulen, die nun mit Fördermitteln bedacht werden, zählen im Kreis das Gymnasium in Gützkow mit 193 000 Euro, und die beiden Förderschulen „Biberburg“ in Anklam und das Sonderpädagogische Förderzentrum in Pasewalk – beide Schulen werden entsprechend mit 123 000 Euro und rund 100 000 Euro unterstützt. Ebenso profitiert auch noch die Ostseeschule in Ückeritz mit 164 000 Euro als eine der ersten von dem Digitalpakt. Kreisdezernent Dietger Wille freute sich über die Förderung der Schulen im Landkreis. Ziel sei es, dass am Ende alle Schulen vom Digitalpakt profitieren, sagte er. Dazu werden derzeit entsprechende Konzepte und Umsetzungspläne erarbeitet. Die beiden Förderschulen und die beiden Gymnasien seien als Einrichtungen in direkter Verantwortung des Landkreises nun die Vorreiter beim Thema Digitalisierung. Gerade in Anklam sei dabei auch die direkte Nähe zur Kreisverwaltung ein Vorteil, so Wille. „Wir werden gerade an den ersten Schulen auch noch Erfahrungen sammeln, etwa wie es mit den Betriebssystemen funktioniert“, sieht er voraus.

Digitalisierung wird für Lehrer eine Herausforderung

Immerhin sei die Digitalisierung der Schulen mehr als nur neue Möglichkeiten im Unterricht, die sich durch die technische Unterstützung bieten. Neben dem Netzwerk, das für den Unterricht genutzt werden kann, soll es auch noch Netze etwa für die Schulverwaltung und für die Lehrer geben, wo diese entsprechend auch Zensuren vermerken. „Daraus ergibt sich ja schon, dass sich eben auch ganz unterschiedliche Anforderungen an die Sicherheitssysteme stellen“, erklärt Wille. All das, da ist der Kreisdezernent überzeugt, wird die Schulen stark verändern. „Darauf müssen sich auch die Lehrer einstellen“, sagt er.

Kein Problem sieht er in der Förderung der „Biberburg“ – diese Schulform sollte ja eigentlich laut Plan der Landesregierung bald abgeschafft werden. „Wir haben bereits einen Tausch des Schulgebäudes mit der Kleeblatt-Schule in Anklam in Erwägung gezogen, sodass Investitionen an diesem Standort später trotzdem weiter genutzt werden können“, erklärt er.

 

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