VERHALTENSREGELN

Vorsicht: Usedomer Elch könnte gefährlich werden

An alle Hobbyfotografen und -filmer, die sich am Wochenende auf der Insel Usedom auf die Lauer legen möchten, um den Elch zu erwischen: Der Spaß könnte schnell gefährlich werden!
Der Elch auf Usedom ließ sich auch bei drei Freiwilligen Feuerwehr von Zinnowitz blicken.
Der Elch auf Usedom ließ sich auch bei drei Freiwilligen Feuerwehr von Zinnowitz blicken. Mirko Arndt
Usedom ·

Der Usedomer Elch ist derzeit ein begehrtes Foto- und Filmmotiv. Allerdings sollte man es bei aller Euphorie über die tierische Begegnung nicht übertreiben. Beispielsweise die jungen Leute, die dicht dran waren, als der junge Bulle am frühen Mittwochmorgen durch Zinnowitz streifte. Zweibeiner und Vierbeiner scheinen keinen Respekt voreinander zu haben. Nur wenige Meter entfernt von dem Jungbullen gelingen den Jugendlichen beeindruckende Filmsequenzen von dem schätzungsweise einjährigen Tier.

Selfies mit dem Elch

Alles andere als beeindruckt ist davon allerdings Felix Adolphi. „Ich bin geschockt, wie die Menschen sich verhalten. Das ist einfach nur dumm“, macht der Leiter des Forstamtes Neu-Pudagla seinem Ärger Luft. Er könne es nicht nachvollziehen, wenn Kinder den Elch mit Taschenlampen verfolgen oder Jugendliche versuchen, Selfies mit dem Elch zu schießen. „Der Elch fühlt sich bedroht, wenn Menschen ihn umringen“, sagt Adolphi.

Rückt man dem Elch zu sehr aufs Fell, kann es gefährlich werden. Das unerfahrene Tier erkenne die Menschen nicht unbedingt als Hindernis. Es sei möglich, dass er plötzlich losrenne. Und eine Kollision mit dem Tier, das weit mehr als 100 Kilogramm wiege, könnte für den betroffenen Menschen schmerzhaft enden.

Autofahrer sollten vorsichtig agieren

Das sehen wohl auch die Behörden so. Wenn der Elch das nächste Mal in einer Ortschaft auftaucht, soll er betäubt werden, sagt der Zinnowitzer Ordnungsamtsleiter Bernd Meyer. Bis dahin sollten vor allem Autofahrer auf der Insel vorsichtig agieren, rät Volker Böhning, Vorsitzender des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Unfall die Windschutzscheibe zerstört werde, sei bei dem hochbeinigen Wildtier deutlich höher als bei einem heimischen Reh.

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