Anklamer Schwimmhalle

Votum für Neubau soll her

Nachdem sich die Peenerobben als Betreiber der Halle klar für einen Ersatzneubau der Anklamer Schwimmhalle ausgesprochen haben, soll jetzt ein Grundsatzentscheid der Stadtvertreter fallen — und das schon in den nächsten Tagen.

In der kommenden Woche kommen die Anklamer Stadtvertreter zu einer außerordentlichen Sitzung im gotischen Giebelhaus zusammen. Dort soll unter anderem auch ein Grundsatzbeschluss für einen Schwimmhallenneubau getroffen werden. Dieser Schritt sei unter anderem notwendig, um nun auch finanzielle Mittel aus Förderprogrammen des Bundes beantragen zu können.

„Diese Programme setzen einen entsprechenden Ratsbeschluss voraus“, erklärt Bürgermeister Michael Galander. Damit wolle die Stadt nichts unversucht lassen, um die derzeit noch existierende Finanzierungslücke für den Ersatzneubau von rund zwei Millionen Euro, so lautet zumindest die Rechnung der Stadtverwaltung, zu schließen. Des Weiteren sieht Galander aber weiterhin das Land in der Pflicht.

Neubau sollen 8,5 Millionen Euro kosten

„Der Innenminister hat in seinem Schreiben ja sogar ausdrücklich formuliert, dass es sich bei dem Schwimmunterricht und der Ausbildung der Rettungsschwimmer nicht um eine freiwillige, sondern um eine pflichtige Aufgabe handelt“, sagt Galander.

Er war am Dienstag noch einmal zu einem Gespräch mit Innenminister Lorenz Caffier (CDU), Energieminister Christian Pegel (SPD) und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) in Schwerin eingeladen. Bislang hat das Energieministerium sechs Millionen Euro für einen Ersatzneubau „reserviert“. Innenminister Lorenz Caffier könne die zugesagten zwei Millionen Euro allerdings nur für eine Sanierung rechtfertigen, betont er immer wieder. Insgesamt veranschlagt die Stadt Anklam 8,5 Millionen Euro.

Verein schickt eindringlichen Brief an Ministerien

Zuletzt hatten sich auch die Anklamer Peenerobben, als Betreiber der alten Anklamer Schwimmhalle, direkt an die Schweriner Ministerien gewandt. Mit einem Brief machten sie noch einmal auf die Risiken aufmerksam, die aus ihrer Sicht bei einer Sanierung der alten Halle und der damit verbundenen Schließung während der Bauzeit von mindestens 18 Monaten drohen.

Aus Sicht der Peenerobben müsste der Betreibervertrag während dieser Phase gekündigt werden – auch die bislang eingestellten Beschäftigten während dann ihren Job los. Ob die Hauptamtlichen nach der rund anderthalb Jahre andauernden Bauzeit noch zur Verfügung stünden und der Verein die Halle dann überhaupt noch betreiben könnte, sei fraglich. Gleichzeitig rechnen die Schwimmer mit einem erheblichen Einschnitt ihrer Mitgliederzahlen.

Anne-Marie Maaß

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