Initiativen für Anklam

Wahlzettel mit 30 Kandidaten ausgereizt

Ob viele Köpfe auch viele Stimmen bringen? Die „Initiativen für Anklam” glauben daran. Auch die Eckpunkte für das Wahlprogramm stehen fest.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Die „Initiativen für Anklam” haben sich für die Kommunalwahl breit aufgestellt.
Die „Initiativen für Anklam” haben sich für die Kommunalwahl breit aufgestellt. Anne-Marie Maaß
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Anklam.

Mit einer vollen Liste wollen die Initiativen für Anklam (IfA) für die Anklamer Stadtvertretung auf Stimmenfang gehen. 30 Männer und Frauen haben sich dazu bereit erklärt, für die IfA zu kandieren – mehr geht laut Kommunalwahlrecht in Anklam nicht.

Für Christian Schröder, Sprecher der IfA und Fraktionsvorsitzender in der Anklamer Stadtvertretung, ist die Aufstellung des somit zahlenmäßig stärksten Teams im Anklamer Kommunalwahlkampf ein Grund zum Jubeln. Immerhin, der positive Trend zeichnet sich nicht nur dort ab: Seit den Monaten vor der Bürgermeisterwahl in Anklam im Mai vergangenen Jahres freut sich die IfA über eine wachsende Mitgliederzahl, erklärt er. „Wir konnten 2018 insgesamt 15 neue Mitglieder aufnehmen und stehen auch in diesem Jahr mit neun anvisierten Neueintritten gut da“, so Schröder.

Damit konnte der Verein, der insgesamt bis dato rund 45 Mitglieder zählte, noch einmal fast um ein Drittel wachsen. „Das ist schon ein deutliches Ausrufezeichen, dass sich die IfA verjüngt, aber auch erweitert hat“, so Schröder. Als Spitzenkandidat auf der Liste steht Bürgervorsteher Andreas Brüsch ganz vorne an – die Entscheidung sei einstimmig gefällt worden. Hinter ihm reiht sich mit Christian Schröder dann der Fraktionsvorsitzende ein, gefolgt von den aktuellen Stadtvertretern.

Zufrieden zeigt sich die IfA auch in Sachen Frauenquote – rund jeder dritte Kandidat ist weiblich. FranziskaWalter ist mit 29 Jahren auch die jüngste Bewerberin um einen Stadtvertreterposten auf der IfA-Liste. Der älteste Kandidat ist Uwe Ulrich Schulz (67).

Auch thematisch hat sich die IfA bereits festgelegt – lange vor den anderen Parteien, erklärt Vorsitzender Udo Pasewald. So hätten die Initiativen für Anklam bereits zum Bürgermeisterwahlkampf im vergangenen Jahr ihre Pläne für Anklam bis zum Jahr 2026 ausgeführt. Kernkompetenzen sollen weiter die Wirtschaft und die Kultur bleiben.

Neben der Ansiedlung von neuen Firmen und somit der Schaffung von Arbeitsplätzen fasst Christian Schröder auch die weichen Standortfaktoren mit ein: „Um künftig Arbeitnehmer in die Region zu locken, muss Anklam die richtigen Rahmenbedingungen setzen“, erklärt er.

Zu diesen zählt auch die Entwicklung des Peene-Ufers und die Schaffung eines zweiten Schulcampus in Anklam – beides Projekte, die die Wählergruppe künftig vorantreiben will. „Wir wollen uns auf dem Stadtumbau nicht ausruhen“, so Pasewald. Fraktionschef Schröder sieht derweil auch Anklam wohl größtes Projekt „noch nicht ganz durch die Tür.“ Auch beim Thema Ikareum wollen er und seine Mitstreiter jedoch nicht nachlassen, betont er.

Alle Artikel, Hintergründe und kurze Interviews zur Stadtvertreter-Wahl in Anklam finden Sie auf der Themenseite:

Was soll sich in der Stadt tun, was wollen die Kandidaten für die Anklamer Stadtvertretung nach der Kommunalwahl am 26. Mai konkret anpacken?  Bei der Podiumsdiskussion zur Wahl am 14. Mai um 18 Uhr im ehemaligen Wehrmachtsgefängnis Anklam in der Friedländer Landstraße können sie all das aus erster Hand erfahren.

Ob Einzelbewerber, Partei oder Wählergemeinschaft: Es wird sich ein Vertreter den Fragen stellen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Nordkurier und der Friedensstiftung. Vorab können Sie, liebe Leserinnen und Leser, Ihre Fragen auch gerne schon schriftlich per E-Mail mitteilen an red-anklam@nordkurier.de

▶ Stadtgespräch: Friedrich Baumgärtner/Christopher Denda (Video)

▶ Stadtgespräch: Christian Schröder/Steffen Göritz (Video)

▶ Stadtgespräch: Bernd Kohn/Sigrun Reese (Video)

▶ Stadtgespräch: Monika Zeretzke/Bernd Kohn (Video)

▶ Stadtgespräch: Hannes Campe/Georg Becker (Video)

▶ Stadtgespräch: Sigrun Reese/Carsten Enke (Video)

▶ Stadtgespräch: Andreas Brüsch/Friedrich Baumgärtner (Video)