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Tarifkonflikt

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Warnstreik am Klinikum Karlsburg

Gut 60 Belegschaftsmitglieder haben heute früh in Karlsburg die Arbeit niedergelegt.
Gut 60 Belegschaftsmitglieder haben heute früh in Karlsburg die Arbeit niedergelegt.
Philipp Schulz

Rund 60 Pflege- und Verwaltungsmitarbeiter des Klinikums Karlsburg haben am Mittwochmorgen die Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine Angleichung an das Lohnniveau des Öffentlichen Dienstes.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Pflege- und Verwaltungsmitarbeiter des Klinikums Karlsburg am Mittwochmorgen zum Warnstreik aufgerufen. Ab 6 Uhr legten rund 60 Beschäftigte die Arbeit nieder. Martina Hartung, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi, zuständig für den Bezirk Neubrandenburg und das Fachgebiet Gesundheit und Soziales, erläuterte die Ziele des Arbeitskampfes: "Wir fordern eine Angleichung an das Lohnniveau Öffentlichen Dienstes. Alle Kliniken und Krankenhäuser in der Region zahlen diesen bereits oder orientieren sich daran. Nur in Karlsburg betont die Geschäftsführung weiter, dass es nicht möglich und nötig sei, die Gehälter zu erhöhen."

Wie die Gewerkschaft mitteilte, liegen die Entgelder für das nicht-ärztliche Personal im Klinikum Karlsburg rund 12 bis 23 Prozent unter dem aktuellen branchenüblichen Lohnniveau. Zuletzt scheiterten die Verhandlungen mit der Geschäftsführung der Dr. Guth Klinikgruppe am 5. September in der zweiten Verhandlungsrunde. Der Arbeitgeber habe eine Erhöhnung von lediglich 4,2 Prozent ab 1. Juli 2018 angeboten. "Auf das Jahr berechnet sind das gerade einmal 2,1 Prozent. So lassen wir als Tarifkommission uns nicht abspeisen. Deswegen haben wir den Vorschlag als nicht verhandelbar abgelehnt," empörte sich Hartung über das Angebot. Seit dem gibt es keinen Kontakt mehr zwischen den Verhandlungspartnern, wie die Gewerkschaftssekretärin.

Auch die Notdienstvereinbarung, die Verdi vor dem Warnstreik vorlegte, nahm die Klinikleitung nicht an. Zu dem jetzt laufenden Warnstreik und weiteren Fragen in den laufenden Tarifverhandlungen will sich die Arbeitgeberseite nicht äußern. In einem kurzen, schriftlichen Statement wird lediglich betont, dass die Patientenversorgung zu einhundert Prozent gesichert sei und man hoffe, dass die Tarifverhandlungen züzig fortgesetzt werden.