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Was war denn auf dem Marktplatz los?

Die Sonnenblumen zeigten die Spendensumme: 1950 Euro konnten Vertreter der Stadt Anklam im Namen von Unternehmen, Vereinen und Apothekern  an den Verein Hanse-Tour Sonnenschein überreichen.
Die Sonnenblumen zeigten die Spendensumme: 1950 Euro konnten Vertreter der Stadt Anklam im Namen von Unternehmen, Vereinen und Apothekern  an den Verein Hanse-Tour Sonnenschein überreichen.
Claudia Müller

Wenn es in Anklam vor Radlern nur so wimmelt, macht nicht die Tour de France hier Station. Es geht um etwas ganz anderes.

Was wollen denn die 200 Radler, die auf den Anklamer Marktplatz zusteuern und von der Polizei eskortiert werden, hier?  Die bringen ja richtig Leben in die Stadtmitte, obwohl noch nicht mal Wochenende ist! Auf den Begleitautos liest man den Schriftzug "Hanse-Tour Sonnenschein". Was ist das denn? Tour de France für Arme? Nein, viel, viel besser! Denn bei der Hanse-Tour Sonnenschein geht es nicht um Höchstleistungen und Bestzeiten, sondern um Hilfe für kranke Kinder.

Der Verein "Hanse-Tour Sonnenschein" um Helmut Rohde organisiert schon seit Jahren immer im Sommer eine Fahrradtour, bei der Spenden für Projekte gesammelt werden. Darin geht es unter anderem um krebskranke Kinder und ihre Familien. In diesem Jahr legen Radler aus ganz Deutschland dafür 500 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern zurück. Unterwegs sammeln sie Spenden bei Passanten und Autofahrern und sie bitten in Städten, in denen sie Station machen, um Sammelaktionen.

Ihr Anliegen fand auch in Anklam Gehör: Bei Unternehmen, Vereinen, Ärzten und Apotheken hat die Stadt 1950 Euro gesammelt - diese schöne Zahl prangte bei der Übergabe allerdings nicht auf einem Scheck, sondern wurde symbolisch mit vier Sonnenblumen überreicht. Aber auch der Lionsclub Otto Lilienthal, der Sozialverband Deutschland,  die Kreisverbände der SPD und der Linken  sowie der Famila-Markt in Anklam unterstützten die Sonnenschein-Radfahrer mit Spenden: es kamen nochmals gut 1500 Euro zusammen.  

Die rund 200 Teilnehmer der Tour übernachteten nach einen Tagespensum von 134 Kilometern übrigens auch in Anklam. Die Grundstücks- und Wohnungswirtschafts GmbH (GWA) stellte dafür das Volkshaus zu Verfügung.