WEIHNACHTSZEIT

Weihnachtsbaum in Anklam steht (Video)

Pünktlich vor dem ersten Advent, ist das Herzstück des Anklamer Weihnachtsschmucks auf dem Marktplatz angekommen. Aber der Weg aus Thurow war eine große Herausforderung.
Karsten Riemer Karsten Riemer
Mit einiger Verspätung wurde der künftige Weihnachtsbaum vor das Anklamer Rathaus gefahren.
Mit einiger Verspätung wurde der künftige Weihnachtsbaum vor das Anklamer Rathaus gefahren. Karsten Riemer
Als sie die Tanne abholten, mussten alle mit anpacken.
Als sie die Tanne abholten, mussten alle mit anpacken. Karsten Riemer
Etwa 15 Meter ist der Baum groß.
Etwa 15 Meter ist der Baum groß.
Anklam.

Die Weihnachtszeit naht. Der erste Advent steht vor der Tür. Freunde der Vorweihnachtszeit dekorieren bereits fleißig ihre heimischen Gefilde. Da darf der Schmuck in der Anklamer Innenstadt natürlich auch nicht fehlen. Zeit also, dass der Weihnachtsbaum, so wie jedes Jahr seinen Platz auf dem Markt findet. Die ersten Weihnachtsmärkte im Nordosten und sind immerhin schon aufgebaut.

Um 7.30 Uhr am Montagmorgen, war ein Teil der Dorfstraße im kleinen Örtchen Thurow bereits gesperrt. Ein Schwerlastfahrzeug und ein Kran hatten Stellung bezogen um den zukünftigen Weihnachtsbaum aus dem Vorgarten von Anwohnerin Linda Spranger auf den Anklamer Markplatz zu befördern.

Baum war zu groß für Grundstück

Kein leichtes Unterfangen, wie sich im Laufe der Aktion herausstellte. Vor einem halben Jahr zog die junge Frau gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten in das Wohnhaus im Dorf. „Der Baum ist allerdings schon ein bisschen groß", so Spranger. Aus diesem Grund bot sie die Blaufichte als Schmuck für die Anklamer an.

„Als Spende”, wie Bodo Krüger von der Stadt Anklam betonte. Er schätzte den Baum auf rund 15 Meter. „Wir hatten auch schon größere”, gab Krüger zu. Dennoch kam die Fichte in die engere Auswahl für den Anklamer Markt und stach schlussendlich 32 andere Bäume aus. „Ein vergleichbarer Baum würde zwischen 8.000 und 10.000 Euro kosten, wenn man ihn kaufen würde”, erklärte Krüger.

Transport kostet gute hundert Euro

Auch wenn die Auswahl an potentiellen Weihnachtsbäumen gut ist, hängt mit der Planung und Umsetzung des Transports eine Menge Arbeit zusammen. Bereits vor Wochen stellte Bodo Krüger die ersten Anträge. „Der Baumtransport ist als Schwerlasttransport anmeldepflichtig”, sagte er. Pro Baum kostet das gute hundert Euro.

Aber auch ganz praktische Probleme sind bei so einem Transport zu beachten und führen immer wieder zu Schwierigkeiten. So müssen die abstehenden Äste an den Stamm gebunden werden, dass sie keine Verkehrsteilnehmer gefährden, beziehungsweise der Baum überhaupt durch die schmalen Straßen passt. Das führte auch in diesem Jahr zu Verzögerungen im Ablauf.

Telefonleitungen mussten angehoben werden

„Die Telefonleitungen hängen in Thurow noch über die Straße”, so Krüger. Der gesamte Transport musste daher auf eine Gesamthöhe von vier Meter fünfzig gebracht werden. „Und selbst dann mussten wir die tiefhängenden Kabel noch anheben”, sagte er weiter. Pünktlich zum Mittag hatte der Baum dann aber seinen vorgesehenen Platz vor dem Anklamer Marktplatz erreicht. Auch in Altentreptow wurde heute der Weihnachtsbaum platziert.

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