LIQUIDIERUNG

Wer rettet Hafen und Flugplatz in Anklam?

Die städtischen GmbHs, die bislang Flugplatz und Hafen in Anklam betreiben, werden abgewickelt. Doch ein neues Konzept für die beiden Betriebe gibt es immer noch nicht. Das treibt die CDU jetzt auf die Barrikaden.
Speziell beim Flugplatz sieht die CDU durch die Liquidation Gefahren für die finanzielle Lage der Stadt und die Aufrechte
Speziell beim Flugplatz sieht die CDU durch die Liquidation Gefahren für die finanzielle Lage der Stadt und die Aufrechterhaltung des Flugbetriebes. Wer haftet, wenn es dort zu einem Umfall kommt? NK-Archiv
Anklam.

Bereits 2018 hatten die Anklamer Stadtvertreter beschlossen: 2020 soll Schluss sein. Ab dem Jahresende müsste eigentlich die Abwicklung der beiden Betreibergesellschaften von Flugplatz und Hafen in Anklam beginnen. Danach bliebe noch Zeit bis zum 31. Dezember 2020, um neue Betreiberformen zu finden. Doch es regt sich Widerstand in der Stadtpolitik.

Zuschussgeschäfte zu Wasser und in der Luft

Die CDU fordert nun, die beiden städtischen Tochterunternehmen zu erhalten. Sie waren in den vergangenen Jahren regelmäßig auf Zuschüsse angewiesen. Bislang sei keine zukunftsfähige und schlüssige Alternative gefunden, so der CDU-Fraktionschef Steffen Göritz. Dabei sollte die Stadtverwaltung schon längst für beide Gesellschaften neue Ideen auf den Tisch legen. Stattdessen gab es lediglich die Ansage von Bürgermeister Michael Galander (IfA), dass die Stadtpolitiker nicht mehr allzu viel erwarten sollen und stattdessen froh sein müssen, wenn sich überhaupt Lösungen finden.

Göritz pocht nun darauf, dass mit dieser Aussage auch die künftigen Kosten für die Stadt schlichtweg nicht abzuschätzen seien. Speziell beim Flugplatz stelle sich auch die Haftungsfrage, so Göritz. In Schadensfällen kommen im Flugbetrieb schnell hohe Summen zusammen. Auch deshalb würden viele Flugplätze eben als GmbH betrieben – wie der Name schon sagt: mit beschränkter Haftung. Außerdem gehe es beim Flugplatz zudem auch noch um die Sicherung von Lizenzen, die für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebes unerlässlich seien.

Land könnte Fördergelder zurückfordern

Alles in allem sind das den Christdemokraten zu viele Ungewissheiten, weshalb sie lieber die Reißleine ziehen und in der Zukunftsfrage besonders dem Flugplatz mehr Zeit verschaffen wollen, erklärt Göritz. Einen Hoffnungsschimmer sieht er derzeit noch beim Hafen. Dort hatte der Bürgermeister zuletzt angedeutet, dass es womöglich einen externen Betreiber geben könnte. Klappt das nicht, steht die Stadt aber auch an dieser Stelle womöglich Folgekosten gegenüber, da Bindefristen für erhaltene Fördermittel aktuell noch nicht ausgelaufen sind.

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