Verkaufsoffener Samstag

Werkstätten öffnen Türen und bieten Deko an

Wer Grabschmuck, Adventsgestecke oder hübsche kleine Geschenke kaufen will, ist in den Bugenhagen-Werkstätten an diesem Samstag genau richtig.
Werkstattleiterin Kathleen Exner (links) und Uta Kollage, die Verantwortliche für den Laden der Bugenhagen-Werkstatt, pr&
Werkstattleiterin Kathleen Exner (links) und Uta Kollage, die Verantwortliche für den Laden der Bugenhagen-Werkstatt, präsentieren stolz die Gestecke, die in der Einrichtung entstanden sind und nun zum Verkauf stehen. Mareike Klinkenberg
Erst seit ein paar Wochen arbeitet Steffi Oldag im Werkstattladen in der Anklamer Südstadt. Doch sie hat sich schnell mit
Erst seit ein paar Wochen arbeitet Steffi Oldag im Werkstattladen in der Anklamer Südstadt. Doch sie hat sich schnell mit dem Sortiment und der Kasse vertraut gemacht. Mareike Klinkenberg
Auch die Gärtnerei der Bugenhagen-Werkstatt in Ducherow hat an diesem Samstag von 10 bis 15 Uhr geöffnet.
Auch die Gärtnerei der Bugenhagen-Werkstatt in Ducherow hat an diesem Samstag von 10 bis 15 Uhr geöffnet. ZVG / Bugenhagen Werkstatt
Das Sortiment umfasst unter anderem selbstgemachte Keramik und Dekoartikel. Im Werkstattladen in Heringsdorf sind vor allem au
Das Sortiment umfasst unter anderem selbstgemachte Keramik und Dekoartikel. Im Werkstattladen in Heringsdorf sind vor allem auch die Dinge in maritimer Anmutung gefragt. ZVG / Bugenhagen Werkstatt
In der Betriebsstätte in Heringsdorf werden auch Strandkörbe gebaut.
In der Betriebsstätte in Heringsdorf werden auch Strandkörbe gebaut. ZVG
Anklam

Anders als sonst haben die Bugenhagen-Werkstätten an diesem Samstag ausnahmsweise verkaufsoffen und bieten ihren Waren zum Verkauf an. Zwischen 10 und 15 Uhr freuen sich die Teams an den Standorten in Ducherow, Anklam und Heringsdorf auf kaufkräftige und neugierige Kundschaft.

Tradition in diesem Jahr nicht zu halten

„Traditionell feiern wir im November in allen Betriebsstätten samstags einen Tag der offenen Tür. Interessierte Besucher und Angehörige können sich dann die Arbeitsplätze unserer beeinträchtigten Mitarbeiter ansehen und sich hier und da auch selbst mal ausprobieren”, blickt Kathleen Exner, Leiterin der Bugenhagen-Werkstatt zurück auf „normale” Zeiten.

Coronabedingt läuft es in diesem Jahr jedoch ein bisschen anders. Das eigentliche Zusammenkommen und die Begegnungen zwischen den Menschen müssen aufgrund der Pandemie-Vorgaben diesmal noch zurückgeschraubt werden. Aber wenigstens der Verkauf von Grabschmuck, Adventsgestecken, Keramik, Holzdekorationen und anderen Stücken, die in den Werkstätten entstehen, kann stattfinden.

Arbeitsplatz für 320 Menschen

Schon 1991 wurde die Einrichtung als „Anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen“ gegründet. Ihr Träger ist das evangelische Diakoniewerk Bethanien Ducherow. Mittlerweile gehen hier, nach so vielen Jahren, mehr Menschen in Rente, als dass neue hinzukommen würden, so Exner. Zur Bugenhagen-Werkstatt zählen die Betriebsstätten in Ducherow, Anklam, Heringsdorf und Zirchow. Diese bieten derzeit 320 Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen einen Arbeitsplatz.

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Eine von ihnen ist Steffi Oldag aus Tramstow. Sie ist seit rund zwei Jahren in der Bugenhagen-Werkstatt beschäftigt und hat zuletzt im Keramikbereich gearbeitet. Seit wenigen Wochen ist sie aber mit großer Begeisterung für Werkstattladen in der Anklamer Südstadt eingeteilt. Dort hat sie sich schnell eingearbeitet und kommt sogar ganz gut mit der Kasse klar.

Arbeit mit Kunden macht am meisten Spaß

Natürlich hat Uta Kollage, die für den Laden verantwortlich ist, immer ein wachsames Auge auf ihre Schützlinge. Aber auch sie meint, dass Steffi Oldag sich ganz gut im Geschäft macht. Steffi selbst hat ansonsten am liebsten direkt mit den Kunden zu tun, erzählt die keineswegs schüchterne 39-Jährige freudestrahlend.

Sie und ihre Kollegen arbeiten außerdem in der Garten- und Landschaftspflege, in der Tischlerei, in der Metallverarbeitung oder Hauswirtschaft. Auch im landwirtschaftlichen Bereich, in der Gärtnerei und in der Wäscherei kann man in den Betriebsstätten eingeteilt sein.

Viel Arbeit mit Strandkörben

„Neben zahlreichen innovativen Eigenprodukten, industriellen Montageaufträgen und marktorientierten Dienstleistungen ist, zeigt insbesondere die Strandkorbproduktion den handwerklich hohen Anspruch der Bugenhagen-Werkstatt”, erklärt Kathleen Exner. Rund 250 Strandkörbe werden in Heringsdorf überwiegend für regionale Strandkorbvermieter hergestellt, ausgeliefert und auch repariert.

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Im Herbst würden viele Körbe nach der Saison am Strand umfassend aufgearbeitet und über den Winter in der Werkstatt eingelagert. Bevor sie dann im Frühjahr wieder direkt an den Strand ausgeliefert zu werden, so Exner. Es gibt also viel zu tun für die Mitarbeiter in allen Bugenhagen Werkstätten.

 

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