Steffi Schröder von der Südstadt-Apotheke (links) übergibt einen Teil der Einnahmen aus der letzten Kalenderakt
Steffi Schröder von der Südstadt-Apotheke (links) übergibt einen Teil der Einnahmen aus der letzten Kalenderaktion an Klaus Kraft von der Tierrettung. Mareike Klinkenberg
Von dem Geld wurde auch der neue Zaun auf dem Gelände der Tierrettung in Medow bezahlt, der das Hunderudel vom künft
Von dem Geld wurde auch der neue Zaun auf dem Gelände der Tierrettung in Medow bezahlt, der das Hunderudel vom künftigen Außengehege für die Katzen und vom Auslauf für die Nager abtrennt. Mareike Klinkenberg
Tierrettung Greifswald

Wie eine Apotheke Tieren in Not hilft

Für die Spende von der Südstadt-Apotheke in Anklam konnte die Tierrettung einen festen Zaun auf ihrem Gelände in Medow bauen. Das Projekt vom Hauptquartier der Tierretter im alten Pfarrhaus nimmt damit weiter Form an.
Anklam

Im vergangenen Frühjahr siedelte die Tierrettung Greifswald ein Entenpaar samt Gelege aus der Anklamer Südstadt nach Spantekow um. Besorgten Anwohnern schien die viel befahrene Stadtstraße nicht gerade als ideales Enten-Kinderzimmer, und die Tierretter sorgten für Abhilfe. Im Zuge dieser Aktion wurden auch Apothekerin Steffi Schröder und ihre Kollegen von der Anklamer Südstadt-Apotheke auf den Verein aufmerksam, der in ganz Vorpommern und darüber hinaus Tieren in Not zur Hilfe eilt. Überzeugt von dem tollen Projekt und der Notwendigkeit, entschloss sich das Apotheken-Team, einen Teil des Erlöses aus der zurückliegenden Kalender-Aktion den Tierfreunden rund um Vereinschef Klaus Kraft zu spenden. 280 Euro sind dabei zusammengekommen, und die konnten Kraft und seine Mannschaft direkt in ihrem Medower Hauptquartier einsetzen.

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„Wir eröffnen hier aber kein Tierheim!”

In Medow hat der Verein vor einiger Zeit das ehemalige Pfarrhaus übernommen und will es nach und nach, größtenteils finanziert durch Spendengelder, zum Hauptquartier der Tierrettung umbauen und renovieren. Das Projekt steckt noch in der Anfangsphase, doch das Konzept der Tierfreunde steht. Auf dem Gelände sollen eine Leitstelle, ein Schulungsraum als Herzstück des Vereins, Quarantäne-Stationen für Katzen, Hunde und Kleintiere sowie Notunterkünfte für Nutztiere und Vögel entstehen. „Wir eröffnen hier kein Tierheim”, betont das Vereinsoberhaupt. Es gehe nur um vorübergehende Lösungen, bis die tierischen Notfälle weitervermittelt werden, Fundtiere an ihre Besitzer zurückgegeben werden können oder eben von hier aus ins Tierheim gehen.

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„Wir wollen das Ganze möglichst transparent machen”, erklärt Klaus Kraft. Der alte Pfarrhof soll deshalb zukünftig auch immer offene Tore für Menschen und vor allem auch Kinder haben. So sollen auch ein Streichelgehege entstehen und es wird Möglichkeiten zum Spielen geben.

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Verein kümmert sich auch um die Tiere der Flüchtlinge

Auch die Spende der Anklamer Apotheke ist dabei direkt verwendet worden. Für das Geld wurde ein fester Zaun gekauft und auch schon aufgestellt, der die Hundewiese vom geplanten Auslauf für die Katzen und dem Außengehege für die Kaninchen und Meerschweinchen abtrennt.

Weitere Finanzspritzen für den Ausbau der Tierrettungsstation sind dem Verein immer willkommen, sagt Klaus Kraft. Aber auch Sach- und Futterspenden seien gern gesehen – gerade jetzt, wo sich der Verein fast täglich auch um die vierbeinigen Familienmitglieder der ukrainischen Flüchtlinge kümmert.

www.tierrettung-greifswald.de

 

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