AFRIKANISCHE SCHWEINEPEST

Wie eine Salamistulle für den nächsten Pest-Ausbruch sorgen könnte

Estland und Lettland sind fast schon flächendeckend von der Afrikanischen Schweinepest betroffen. Es gibt Fälle in Polen, der Ukraine und neuerdings auch in Tschechien. Das Friedrich-Loeffler-Institut warnt vor einer Ausbreitung in Deutschland. Wie groß ist die Gefahr?
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Bei einem Ausbruch der Seuche in einem Schweinehaltungsbetrieb müsste der gesamte Bestand getötet werden.
Bei einem Ausbruch der Seuche in einem Schweinehaltungsbetrieb müsste der gesamte Bestand getötet werden. Daniel Bockwoldt
Anklam.

Was ist das für eine Krankheit?

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion, die ursprünglich in Afrika beheimatet ist und von dort in andere Regionen verschleppt wurde. Sie gilt als gefährliche Seuche und ist anzeigepflichtig. In Deutschland gab es bisher noch keine Ausbrüche. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Befallen werden Haus- und Wildschweine, die in der Regel daran sterben. Es gibt keine Impfstoffe.

Was macht die Krankheit so gefährlich?

Das Virus wird durch direkten Tierkontakt oder über Zeckenstiche übertragen. Daneben spielen auch andere Überträger eine Rolle, wie zum Beispiel verseuchte Fleischwaren. In Salami oder Schinken können die Erreger bis zu sechs Monaten ansteckungsfähig bleiben, in gefrorenem Fleisch sogar sechs Jahre. Der Erreger werden über das Maul oder die Nase aufgenommen. Die erkrankten Tiere scheiden das Virus über Kot, Harn und Nasensekret aus und bilden somit die Ansteckungsquelle für weitere Tiere. Wenn also ein Fernfahrer aus Osteuropa seine Salamistulle aus dem Fenster wirft und die von einem Wildschein gefressen wird, könnte das schon für einen Ausbruch in Deutschland sorgen.

Karte des FLI

Welche Folgen hätte ein Ausbruch der Krankheit?

Eine Ausbreitung in Deutschland hätte erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Tierproduktion. Beim Ausbruch der Seuche in einem Schweinehaltungsbetrieb würde der gesamte Bestand getötet. Die Festsetzung von Kontrollzonen und Sperrgebieten würde den in der Schweinemast üblichen Transport von Ferkeln erheblich behindern. Der Absatz von Schweinefleisch würde durch zu erwartende Sperren, die Nicht-EU-Länder im Fall von Tierseuchen in der Regel verhängen, erheblich behindert. Experten gehen bei einem Ausbruch in Deutschland von einem Schaden in Höhe von bis zu 750 Millonen Euro aus.

Karte: Friedrich-Loeffler-Institut

In Anklam fand ein großes Symposium zur Wildschwein-Plage in Vorpommern statt. Dieser soll nun mit umstrittenen Methoden beigegangen werden, lesen Sie hier mehr dazu. (Premium)

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Kommentare (5)

sollte man grundsätzlich gegenüber allen Seuchen Krankheiten und Disharmonien vorgehen - egal welchen Ursprungs sie sind - spätere Generationen werden es danken

wenn ich Sie richtig verstanden habe, wünschen Sie also durch den gewieften Gebrauch des Begriffs Disharmonien die Ausrottung Ihnen unliebsamer Menschen jeglichen Ursprungslandes zum Wohle zukünftiger Generationen. Das hätte Bernd Höcke nicht besser formulieren können. Genau so ein Müll ist es, auf den man bei gewissen Kommentaren besonders acht geben muss. Aber schon klar. Das war natürlich nur ein Versehen, bzw. gar nicht so gemeint. Ein Mausausrutscher und so. Sry, aber gerade im Kontext Ihrer anderen Kommentare, ist Ihre, zugegeben gut verschlüsselte Aussage, für mich sehr eindeutig.

machen Sie einfach Ihre Hausaufgaben, Nb. hat sich verändert - auch der Faschismus in D ob braun, rot, bunt oder gender wird eines Tages Geschichte sein -

sich wenigstens dem Leser zuliebe, falls Sie Ihn denn respektieren, auch mal weniger kryptisch und apokalyptisch auszudrücken? Der Faschismus hat sich keinesfalls verändert. Was Sie, wie so viele Rechtspopulisten und Rechtsextremisten versuchen, ist das Relativieren von Faschismus. Selbst keine Faschisten zu sein, im Gegensatz zum Feind, hat die NSDAP bereits vor und nach der Machtergreifung von sich behauptet. ---

Ihr Themenhopping und Bashing gegen "Rot, Bunt und Gender" hier hat weder etwas mit der Schweinepest, noch mit Ihrer ausstehenden Stellungnahme zu meinem ersten Kommentar unter diesem Artikel zu tun. ---

Ich bezweifle sehr, dass Sie überhaupt wissen, was Heimat, Liebe oder gar Heimatliebe wirklich ist. Was Sie mit Ihren Kommentaren zu erreichen versuchen, ist das Gegenteil von Liebe. Es ist Angst. Nicht weil sie persönlich Angst hätten. Das glaube ich nicht. Sondern weil Sie von der Angst Anderer zu profitieren hoffen.

Diese vier Kommentare haben mit den Artikel" wie eine Salamistulle......" nichts zu tun. Dafür gibt es andere Diskussionsplattformen.
NK , löschen sie das bitte.