KRISENGESPRÄCH

Wieder Hoffnung für Traum vom Ikareum

Geht es weiter mit dem Ikareum oder wird es auf lange Zeit auf Eis gelegt? Staatssekretär Dahlemann versucht, die Wogen zu glätten.
Veronika Müller Veronika Müller
Krisengespräch zum Ikareum beim Parlamentarischen Staatssekretär Patrick Dahlemann (Mitte): Geladen waren Vertreter der Stadtverwaltung und Abgeordnete der „Lilienthal-Vereine“.
Krisengespräch zum Ikareum beim Parlamentarischen Staatssekretär Patrick Dahlemann (Mitte): Geladen waren Vertreter der Stadtverwaltung und Abgeordnete der „Lilienthal-Vereine“. Veronika Müller
Anklam.

„Es geht weiter.“ Drei Wörter, mit denen der Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) für Entspannung am „Krisengesprächstisch“ sorgte. Thema dort: die Finanzierung von Planungsleistungen für den Umbau der Nikolaikirche zum „Lilienthal Flight Museum“ – kurz Ikareum. Vor etwa vier Wochen hatte die Rechtsaufsicht des Landkreises mit dem Rückzug der Kreditgenehmigung für Planungsleistungen für eine handfeste Überraschung gesorgt, die das ganze Unternehmen in Frage stellte

Das hat nicht nur die städtische Verwaltung aufgeschreckt, auch den Förderkreis Nikolaikirche und den Förderverein des Lilienthal-Museums rief diese Meldung auf den Plan. Denn sie befürchteten das Aus für das rund 25 Millionen Euro schwere Projekt. In offenen Briefen wandten sie sich an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und baten darin um ein klares Wort zum Projekt Ikareum.

Antwort von der Landeschefin Schwesig haben die Vereine zwar immer noch nicht, aber die hat ihren Vorpommern-Mann ins Rennen geschickt, um die Wogen zu glätten. Und der versichert: „Wir finden eine Lösung.“ Auch mithilfe der von ihm jüngst berufenen interministeriellen Arbeitsgruppe.

Projekte im Dreiklang?

„Wir arbeiten an einem sogenannten Dreiklang: Schwimmhalle, Schulcampus und Ikareum“, so der Staatssekretär. Schwimmhalle sei klar, hier würden derzeit die Fördermittelanträge für die Sanierung geprüft. „Das läuft.“ Ähnlich gut sehe es für den Schulcampus aus, gab sich Dahlemann optimistisch.

Bliebe Punkt drei auf der Liste, das Ikareum. „Dieses Projekt ist ein so tolles und für Anklam, die Region, für Vorpommern und das ganze Land eine große Chance, die nicht vertan werden darf, sondern unterstützt werden muss. Dass der Traum zerplatzt ist, ist totaler Quatsch“. Im Gegenteil alle politischen Signale seien deutlich positiv, sagte Dahlemann. „Die Verwandlung Anklams vom hässlichen Entlein in einen Schwan ist erst komplett, wenn so ein visionäres Großprojekt als Alleinstellungsmerkmal den I-Punkt draufsetzt.“

Also sagte Dahlemann zu, zu helfen, die durch das Nein der Kommunalaufsicht offenen Planungsrechnungen in Höhe von rund 650 000 Euro aufzubringen. Wie, das wollte er nicht öffentlich verraten. Aber die „Krisenrunde“ war am Ende des Treffens – zumindest fürs Erste – optimistisch, dass der Anklamer Traum vom Ikareum doch Wirklichkeit wird, und das in absehbarer Zeit und nicht erst am „Sankt-Nimmerleinstag“.

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