Anklamer Dreiklang
Wird das Ikareum zum nationalen Projekt?

Die Nikolaikirche soll Ausstrahlungskraft weit über die Stadtgrenzen Anklams hinaus haben. Noch ist offen, ob es allerdings auch ein nationales Projekt des Städtebaus wird.
Die Nikolaikirche soll Ausstrahlungskraft weit über die Stadtgrenzen Anklams hinaus haben. Noch ist offen, ob es allerdings auch ein nationales Projekt des Städtebaus wird.
Stadtvertretung Anklam

Es ist das Großprojekt der Stadt: Der Umbau der Anklamer Nikolaikirche zum „Ikareum“. Um diese mindestens 25 Millionen Euro teure Idee wirklich umsetzen zu können, ist die Stadt um Fördermittel bemüht, auch vom Bund. Dort könnte Anklam in die Liste der nationalen Projekte des Städtebaus aufrücken. Doch erst muss noch die Expertenjury entscheiden.

Nicht nur bei dem Bau des neuen Schulcampus in der Innenstadt und mit der neuen Schwimmhalle soll es in Anklam im kommenden Jahr vorangehen. Auch bei dem teuersten Projekt des „Anklamer Dreiklangs“, dem Ikareum will die Stadt vorankommen. Helfen könnten dabei Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Dieses verteilt die Mittel aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Genau für diesen Fördertopf will sich Anklam mit dem Ikareum bewerben. Der dafür benötigte Beschluss der Stadtvertretung wurde auf der vergangenen Sitzung gefasst.

Ikareum erfüllt die Förderkriterien

Aus Sicht der Stadtverwaltung erfülle das Vorhaben „Entwicklung der Nikolaikirche zum Ikareum“ voll und ganz die Förderkriterien. Mit dem Programm sollen investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler Wahrnehmung, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotential gefördert werden, so die Stadt. Die Bewerbung Anklams, um weitere Fördermittel zu erhalten, sei zur Umsetzung des Gesamtprojektes Ikareum unerlässlich, so die Einschätzung der Verwaltung.

Wird Anklam wirklich von der Expertenjury auserwählt, winken aufgrund der schlechten finanziellen Bedingungen in der Stadtkasse sogar bis zu 90 Prozent Förderung. Einbezogenen wird bei der Entscheidung zudem die Stellungnahme des zuständigen Landesministerium. Mit der Unterzeichnung des Anklamer Dreiklangs hat Anklam aus Schwerin gerade erst offiziell die Unterstützung zur Umsetzung des Ikareums zugesprochen bekommen.

Entscheidung fällt im Februar

Die Entscheidung über die bundesweite Projektauswahl durch die Experten ist für das Förderjahr 2019 bereits im Februar angedacht. Am März soll es bereits an die Umsetzung gehen. Mit dem Beschluss der Stadtvertretung hat die Verwaltung bereits die erneute Bewerbung in den Folgejahren mit eingeschlossen, sollte es 2019 doch noch nicht klappen.

Andere Städte in Mecklenburg-Vorpommern haben bereits den Wettbewerb um ein nationales Projekt des Städtebaus gewonnen. 2014 erhielt die Hansestadt Stralsund eine Million Euro für den Umbau der Kulturkirche St. Jakobi. Ein Jahr später bekam Rostock für die Erweiterung der Kunsthalle um ein Schaudepot vier Millionen Euro. Zuletzt gab es 2017 600.000 Euro Bundesmittel aus dem Programm für das Kultur- und Initiativenhaus „Zum Greif“, das in Greifswald entstehen soll.