KIRCHE IN LIEPEN ERHÄLLT AUSZEICHNUNG

Wo gute Ideen wie Kiri-Bäume wachsen

Das Holz des Kiri-Baums ist vielfältig nutzbar. Eine kleine Plantage soll demnächst im Rahmen eines Projektes der Kirchgemeiden Liepen zwischen Dersewitz und Wussentin angepflanzt werden.
Pastorin Frauke Reek-Winkler und Klaus-Martin Bresgott vom Kulturbüro der EKD schrauben die „Land:Gut2020“-Pl
Pastorin Frauke Reek-Winkler und Klaus-Martin Bresgott vom Kulturbüro der EKD schrauben die „Land:Gut2020“-Plakette an den Eingang der Liepener Kirche. Matthias Diekhoff
Liepen.

Das Kulturbüro des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veranstaltet derzeit in zwanzig Orten in den neuen Bundesländern das Projekt „Land:Gut2020“ – ein Projekt, das von Klaus-Martin Bresgott im Kulturbüro der EKD initiiert wurde und wesentlich durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert wird. Gefördert werden dabei entweder Kirchengemeinden oder kulturell aktive Vereine, die mit Kirchengemeinden punktuell zusammenarbeiten. Dabei solle es nicht um kurzfristigen Erfolg gehen, sondern um gute Ideen, die wachsen und die Region lebendig halten.

Bäume für die Zukunft

Was könnte da wohl besser passen, als Bäume zu pflanzen und dazu auch noch Kinder mit ins Boot zu holen. Und so kam es, dass das Projekt „Bäume für die Zukunft – eine Kirchengemeinde setzt Träume in die Tat um“, das von der Liepener Pastorin Frauke Reek-Winkler gemeinsam mit Aktivisten vor Ort und in der Umgebung initiiert wurde, nun eines der 20 Projekte bundesweit ist, bei dem das Kulturbüro des Rates der EKD sofort sagte: „Wir machen mit.“ Als deutliches Zeichen dafür wurde gestern am Eingang der Liepener Kirche eine Plakette angebracht.

Radwege fehlen in der Region

So richtig los geht das Projekt am 10. Juli. Dann sollen auf einer einen Hektar großen Fläche zwischen Dersewitz und Wussentin Kiri-Bäume gepflanzt werden. Dieser Baum stammt ursprünglich aus Südost-Asien und ist nicht nur wegen seiner attraktiven Blütentrauben beliebt. Sein schnelles Wachstum macht ihn als Wertholz aber auch zur Energiegewinnung interessant. Sein Holz ist schwer entflammbar, isoliert gut, ist leicht, aber trotzdem sehr stabil. Verwendet wird es für Sportgeräte wie Snow- oder Paddelbords oder auch für den Bau von Musikinstrumenten. Zunächst allerdings sollen die jungen Bäume der örtlichen Kita unter anderem als lebendiges Anschauungsmaterial dienen, hieß es gestern. Ein weiterer Teil des Projektes sollen kleine kunsthistorische Fahrradtouren durch das Kirchspiel sein, erklärte Frauke Reek-Winkler. Im Moment würden die entsprechenden Touren ausgearbeitet. Größtes Manko dabei seien allerdings noch die fehlenden Radwege in der Region, kritisierte die Pastorin. Immerhin gehören zum Pfarrbereich Liepen die neun Kirchdörfer: Liepen, Görke, Stolpe, Grüttow, Kagenow, Medow, Nerdin, Preetzen und Tramstow sowie die elf Ortschaften Brenkenhof, Dersewitz, Klein Below, Neetzow, Neuhof, Neu Sanitz, Padderow, Postlow, Priemen, Thurow und Wussentin.

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