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Wolf oder Hund? Der Gen-Test ist eindeutig

Der Gen-Test hat nun eindeutige Befunde geliefert: Die gerissenen Schafe bei Greifswald wurden nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund getötet.
Der Gen-Test hat nun eindeutige Befunde geliefert: Die gerissenen Schafe bei Greifswald wurden nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund getötet.
Georg Wagner/Julian Stratenschulte

Wer hat die Schafe bei Greifswald gerissen? Der Verdacht stand schnell im Raum, dass sich der Wolf auch im Norden des Landkreises ausgebreitet hat. Jetzt gibt’s Ergebnisse.

Fünf tote Schafe und jede Menge Aufregung. Die Attacke auf eine Tierherde im Norden des Landkreises hatte vor wenigen Wochen für Aufregung gesorgt. Auch deshalb, weil diese Region bislang nicht zum Wolfsgebiet des Landes zählt. Doch um diese Festlegung der Behörden scheren sich die Tiere bekanntermaßen nur wenig. Es bestand zumindest ein Anfangsverdacht, dass auch in dem Ort bei Greifswald ein Raubtier zugeschlagen habe.

Doch inzwischen haben die Behörden die Ergebnisse ihrer Untersuchungen. „Der Gen-Test hat ein eindeutiges Ergebnis geliefert“, bestätigt Kristin Zscheile vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG). Demnach sei es kein Wolf gewesen, der Ende Februar vier Tiere vor Ort getötet und ein Schaf verschleppt hatte.

Bei dem Angreifer habe es sich vielmehr um einen Hund gehandelt. Auch andere Indizien sprachen schon damals dafür, dass kein Wolf seine Pfote im Spiel hatte. So sei die Zahl und Anordnung der Bisswunden untypisch gewesen. Wölfe attackierten meist mit dem für sie typischen Biss in die Kehle, so Zscheile. In dem Fall bei Greifswald sei der Angreifer wesentlich weniger effektiv vorgegangen.