Hohe Auszeichnung vom Land

Wolfgang Bordel erhält Kulturpreis M-V

Überrascht, aber glücklich zeigte sich am Freitag der langjährige Intendant der Vorpommerschen Landesbühne: Er bekommt eine hohe Auszeichnung für sein Wirken in der Region.
Der alte Intendant Wolfgang Bordel (rechts) und sein Nachfolger Martin Schneider bei den Proben zu „Vineta“.
Der alte Intendant Wolfgang Bordel (rechts) und sein Nachfolger Martin Schneider bei den Proben zu „Vineta“. Dajana Richter
Anklam

Als Kulturministerin Bettina Martin bei ihm anrief, ging Berufsoptimist Wolfgang Bordel zunächst davon aus, dass sie eine Karte für die Premiere des „Weltuntergangs“ am nächsten Dienstag haben wollte. Wollte sie nicht. Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen, denn der eigentliche Grund des Anrufes war, dem längjährigen Intendanten der Vorpommerschen Landesbühne mitzuteilen, dass er in diesem Jahr mit dem Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wird.

„Mit dieser hohen Auszeichnung würdigen wir das künstlerische Schaffen des mit 35 Jahren dienstältesten Theaterintendanten in Mecklenburg-Vorpommern. Dr. Wolfgang Bordel ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Vorpommersche Landesbühne in der Region fest verankert ist. Sie ist identitätsstiftend für ganz Vorpommern und bereichert darüber hinaus das Angebot für unsere Gäste“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer am Freitag verbreiteten Pressemitteilung. Neben seiner kulturellen Arbeit sei Bordel stets durch seinen Einsatz für Demokratie aufgefallen. „Theater ist für ihn auch immer ein Anker der Demokratie gewesen. Dafür lebt er“, so Schwesig.

Gefeiert wird am Dienstag nach der Premiere

Er selbst sei „sehr glücklich“ über die Auszeichnung, sagte er. Damit habe er schon gar nicht mehr gerechnet. Umso größer sei die Freude, weil mit dem Kulturpreis die Arbeit der gesamten Vorpommerschen Landesbühne ausgezeichnet werde. „So einen Preis bekommt man ja nicht, weil man allein so toll ist“, sagte Wolfgang Bordel. Aus den Reihen der Theaterleute hieß es, man sei „überglücklich“, dass die Arbeit des alten Intendanten nun endlich so eine Anerkennung finde. Gefeiert werde am Dienstag nach der Premiere des Stückes „Weltuntergang“ auf der Zinnowitzer Ostseebühne, kündigte der Geehrte an. Was mit dem Preisgeld geschehen soll, da habe er jedoch noch „keine Pläne“.

Auch der Förderpreis geht nach Vorpommern-Greifswald

Mit dem Kulturpreis würdigt das Land die Leistungen einer Persönlich­keit oder Gruppe aus allen Bereichen von Kunst und Kultur. Dabei kann der Preis für ein einzelnes Werk oder das Gesamtschaffen verliehen werden. Der Kulturpreis wird als Haupt- und als Förderpreis vergeben, wobei der Förderpreis besonders innovative Projekte berücksichtigen soll. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert.

Auch der Förderpreis geht nach Vorpommern, und zwar an das Kultur- und Initiativenhaus Greifswald mit seinem Projekt STRAZE. Hauptvorhaben des Vereins ist der Aufbau und die Wiederbelebung des historischen Gesellschaftshauses in der Stralsunder Straße. Beide Preise werden am 3. September in der Orangerie des Schweriner Schlosses verliehen.

 

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