Rund um die Stadt Greifswald sollen „mindestens” zwölf Wölfe leben. Die CDU fürchtet nun, diese k&o
Rund um die Stadt Greifswald sollen „mindestens” zwölf Wölfe leben. Die CDU fürchtet nun, diese könnten schon bald in der Fußgängerzone auftauchen. Soeren Stache
Eine Wildschweinrotte im Frühjahr 2019 auf der Schönwalder Landstraße in Greifswald. Eine Bejagung im Stadtgeb
Eine Wildschweinrotte im Frühjahr 2019 auf der Schönwalder Landstraße in Greifswald. Eine Bejagung im Stadtgebiet ist kaum umsetzbar. privat
Tote Schafe

Wolfs-Attacke in Greifswald hat politisches Nachspiel

Nach dem ein Wolf vor wenigen Tagen mehrfach eine Schafherde nahe der Greifswalder Innenstadt angegriffen hat, wird klar: Es handelt sich wohl nicht um einen Einzelgänger.
Greifswald

Erst Wildschweine, jetzt der Wolf – nach den Angriffen auf Schafe wenige Hundert Meter von der Greifswalder Innenstadt entfernt, erhebt die CDU schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung. Die Behörden hätten inzwischen mitgeteilt, dass man nicht von einem einzelnen Tier in der direkten Umgebung der Stadt ausgeht. Mindestens ein Dutzend Wölfe habe sich dort angesiedelt, heißt es in einer Mitteilung der örtlichen CDU-Fraktion.

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CDU: Wolf streift durch die Fußgängerzone

Der Fraktionsvorsitzende ärgert sich vor allem darüber, dass eine solche Information erst jetzt bekannt wird. Er sei „fassungslos” über die fehlende Transparenz, so Axel Hochschild. "Über solche Entwicklungen und mögliche Gefahren muss die Bevölkerung vernünftig und rechtzeitig informiert werden und nicht erst wenn Wölfe fast durch die Fußgängerzone streifen“, erklärte er am Freitag. Freilich eine Zuspitzung, denn über Wolfssichtungen in der Fußgängerzone ist bislang nichts bekannt. Der ehemalige Deponieberg, auf dem die Herde attackiert wurde, liegt allerdings nicht weit von der Innenstadt auf der nördlichen Seite des Flusses Ryck. Sieben Schafe wurden in zwei Nächten getötet, weitere Tiere verletzt.

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Ärger um Wildschweine

Dort zieht man nun Parallelen zu Problemen mit Wildschweinen im Stadtgebiet, die Bürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) bislang nicht unter Kontrolle bekommen hat. Dabei geht es nicht nur um Schäden in eher naturnahen Wohngebieten. Seit mehreren Jahren werden regelmäßig Wildschweinrotten gesichtet, die auch mal am helllichten Tag über vielbefahrene Straßen trotten. Eine Bejagung im Stadtgebiet ist aus Sicherheitsgründen schwierig. Die CDU wittert darin auch ein Thema für den anstehenden Bürgermeister-Wahlkampf.

„Erst auf Druck der CDU-Fraktion hat die Verwaltung letztes Jahr ein Maßnahmenpaket vorgelegt, das endlich auch die Jagd auf Wildschweine beinhaltet. Bei der Umsetzung hapert es aber noch”, so die CDU-Bürgermeisterkandidatin Madeleine Tolani. Viele Greifswalder hätten nun Angst vor Angriffen durch Wildtiere.

 

 

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