HAFEN UND FLUGLATZ

Zukunft von Anklamer Hafen und Fluglatz ungewiss

Eine klare Ansage vom Bürgermeister: Auf große Konzepte für Hafen und Flugplatz sollen Anklams Stadtvertreter nicht mehr hoffen. Jede Art des Weiterbetriebs wäre schon ein Erfolg.
Bis zum 1. Januar hat die Stadt Anklam maximal Zeit, um für Flugplatz und Hafen eine Lösung zu finden.
Bis zum 1. Januar hat die Stadt Anklam maximal Zeit, um für Flugplatz und Hafen eine Lösung zu finden. NK-Montage: D. Focke
Anklam.

Eigentlich war der Auftrag an die Stadtverwaltung durchaus deutlich: Mit dem Beschluss der Liquidation der beiden städtischen Gesellschaften, die den Hafen und den Flugplatz führen, forderte die Anklamer Stadtvertretung auch ein klares Konzept, wie die beiden Einrichtungen künftig weiter betrieben werden sollen.

Doch der Stichtag für Konzepte ist mit dem 30. September längst verstrichen. Die Fortführung von Flugplatz und Hafen sind derweil Chefsache im Anklamer Rathaus. Und da hat Bürgermeister Michael Galander (IfA– Initiativen für Anklam) bislang wenig zu verkünden. Es werde noch nach Lösungen gesucht, wie es weitergehen kann, sagte er jüngst den Stadtvertretern. So gebe es derzeit Gespräche, dass der Hafenbetrieb von einem anderen regionalen Anbieter, der Hafen Vierow GmbH, fortgeführt werden könnte, sagte Galander. Fest sei aber auch diese Lösung noch nicht, ergänzte er.

Eine Antwort, die etwa SPD-Fraktionschef Uwe Schultz wenig zufrieden stellte. Er wollte zudem in der Hauptausschusssitzung am Donnerstag vom Bürgermeister wissen, was es mit den Gerüchten zu geplanten Flächenverkäufen am Anklamer Flugplatz auf sich habe. Auch darauf gab es nur eine knappe Antwort vom Rathauschef. An Gerüchten werde er sich nicht beteiligen, so Galander. Richtig sei, dass es von einem kleineren Unternehmen, das am Flugplatz derzeit als Mieter ansässig ist, das Interesse gebe, den angemieteten Teil zu kaufen. Auch dort sei aber noch keine Entscheidung gefallen, konkrete Verkaufsverhandlungen gebe es zurzeit nicht, sagte er.

Sicher stelle sich beim Weiterbetrieb des Flugplatzes jedoch die Frage, inwieweit die Vermietung und Verpachtung von städtischen Objekten dort auch künftig angesiedelt sein soll, oder ob die Aufgabenfelder sich nicht allein auf die notwendigen Bereiche zur Sicherung des Flugbetriebes beschränken sollen, so Galander. Auch diese Thematik sei bereits beim Beschluss der Liquidation bekannt gewesen, fügte er an.

Er warnte die Stadtvertreter zudem davor, auf große Konzepte zu hoffen, die am Ende zur Wahl stehen. Die Stadt Anklam könne froh sein, wenn sich Partner finden, die die Hauptaufgaben der beiden städtischen Einrichtungen weiter absichern, so Galander.

Dieses Aussage sorgte auch bei Friedrich Baumgärtner für ein ernüchterndes Fazit: „Es ist nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, als der Beschluss gefasst wurde.“

Für die beiden städtischen GmbHs verstreicht somit weiter die Zeit. Mit dem bereits im vergangenen Jahr gefassten Beschluss, diese beginnend zum 31. Dezember 2019 zu liquidieren, bliebe somit noch etwas mehr als ein Jahr Zeit. Bis zum 1. Januar 2021 müssen zukunftsfähige Modelle spätestens in Sack und Tüten sein, wie Hafen und Flugplatz weiterbetrieben werden.

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