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Zum Dank gab’s Torte für die Helfer

So sieht es aus, wenn die Anklamer Wassergefahrengruppe in Sachsen-Anhalt anpackt.  FOTO: anke radlof

VonAnja RauZum Glück ist die Elbe weit weg: So können die meisten Vorpommern denken, doch inzwischen sind Dutzende Helfer aus der Region im Kriseneinsatz. ...

VonAnja Rau

Zum Glück ist die Elbe weit weg: So können die meisten Vorpommern denken, doch inzwischen sind Dutzende Helfer aus der Region im Kriseneinsatz. Ein Einsatz, der an die Nieren geht – auch wenn die Anklamer zum Dank eine Hochzeits- torte spendiert bekamen.

Anklam/Ludwigslust/Lostau.Essen kochen, Helfer betreuen und vieles mehr. Dafür sind im Hochwassergebiet um Ludwigslust ab sofort auch Vorpommern zuständig. 36 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben sich mittlerweile auf den Weg gemacht. „Vor allem Frauen sind bei diesem Betreuungszug dabei, sie werden für die vielen Helfer kochen“, sagt Thomas Pohlers vom DRK Ostvorpommern. Erst vor Ort erfahren die Helfer, wo genau sie zum Einsatz kommen, erklärt Martina Sauck vom Katastrophenschutz des Landkreises. Dieser stellt zudem 200000 Sandsäcke sowie eine Sandsack-Füllmaschine zur Verfügung. Am späten Nachmittag rückte dann auch der Betreuungszug des THW in Gützkow aus, vormittags hatten sich schon THW-Helfer aus Wolgast Pasewalk auf den Weg gemacht.
Bereits seit Sonnabend schleppen Anklamer DRK-Helfer Sandsäcke in Sachsen-Anhalt. In Lostau bei Magdeburg, sind sie rund um die Uhr im Einsatz. „Dieser Einsatz gehört schon zu den Sachen, die einem alles abverlangen“, sagt Paul Leidig, der schon viele Einsätze hinter sich gebracht hat. Erst gestern bekamen die Helfer
mit, wie ein Abschnitt „komplett abgesoffen“ ist, berichtet Leidig.
Immer noch rechnet man mit weiteren Deichbrüchen. Deswegen bleibt das DRK Ostvorpommern auch weiter vor Ort. Allerdings ist geplant, die Mannschaft der Wassergefahrengruppe zu tauschen. Trotz der angespannten Lage sei die Stimmung gut, sagt Leidig. Die Solidarität beeindruckt ihn besonders: „Ein Hochzeitspärchen hat wohl seine Feier ausfallen lassen und die Torte hier vorbeigebracht.“