BRANDSTIFTUNG MIT MOLOTOWCOCKTAIL

Zwei Anklamer Jugendliche nach Anschlag unter Tatverdacht

Die mutmaßlichen Täter wurden wenige Stunden nach dem Brand gefasst und kurz darauf wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Jugendlichen sollen einen Molotowcocktail durch die Eingangstür in das Gebäude und mit Farbe gefüllte Gummihandschuhe gegen die Fassade geworfen haben.
Die Jugendlichen sollen einen Molotowcocktail durch die Eingangstür in das Gebäude und mit Farbe gefüllte Gummihandschuhe gegen die Fassade geworfen haben. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Auf das Jugendzentrum Demokratiebahnhof in Anklam ist in der Nacht zu Samstag ein Brand- und Farbanschlag verübt worden. Verletzt wurde niemand. Als Tatverdächtige wurden wenige Stunden später zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren aus Anklam festgenommen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Neubrandenburg erklärte.

Sie sollen einen Molotowcocktail durch eine Eingangstür in das Gebäude und mit Farbe gefüllte Gummihandschuhe gegen die Fassade geworfen haben. In dem Gebäude seien zur Tatzeit sieben junge Erwachsene eines Pfadfindervereins gewesen. Ein Zeuge habe den Brand mit einem Feuerlöscher erstickt.

Die genauen Umstände sowie das Tatmotiv würden noch geklärt. Da auch ein politisch motivierter Hintergrund möglich sei, werde der polizeiliche Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen. Die beiden Tatverdächtigen seien am Sonntag wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Gebäude mit Hakenkreuzen beschmiert

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte die versuchte schwere Brandstiftung: „Die Tatverdächtigen haben eine Gefährdung für das Leben und die Gesundheit der jungen Erwachsenen, die zur Tatzeit im Gebäude übernachteten, bewusst in Kauf genommen.”

Der Demokratiebahnhof entstand 2014 auf Initiative des Pfadfinderbundes in dem leerstehenden Bahnhofsgebäude. Das Zentrum bietet Aktivitäten wie Gärtnern und Kochen, aber auch Theater-, Film- und Musikabende. Im April wurde das Projekt von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem Sonderpreis „Kultur öffnet Welten” ausgezeichnet. Im Mai hatten Unbekannte Hakenkreuze an das Bahnhofsgebäude geschmiert.

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