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Zwei Mähdrescher brennen ab

Mähdrescher brennt ab
Die Feuerwehr löschte den nahezu ausgebrannten Mähdrescher mit Lösschaum ab.
Gabriel Kords

Meterhohe Flammen, ein brennendes Feld: Dieses Bild bot sich am Mittag in Pamitz. Dort stand ein Mähdrescher in Flammen. Die Bilanz: Totalschaden, aber keine Verletzten. Es ist bereits der zweite Mähdrescher binnen Stunden, der in Ostvorpommern in Flammen aufgeht.

Gegen das Bild, das sich den Feuerwehrleuten am Sonnabendmittag in Pamitz bot, war der brennende Mähdrescher am Freitagabend in Krebsow beinahe harmlos: Dort hatte ein Kabelbrand für ein Feuer im Motorraum gesorgt, Schlimmeres konnte aber verhindert werden, auch wenn der Mähdrescher anschließend nicht mehr einsatzfähig war. Nicht so in Pamitz: Dort brannte der Mähdrescher bereits in voller Ausdehnung, als die ersten Wehrleute auf dem Acker anrückten.

"Das Computersystem des Mähdreschers hat plötzlich eine Fehlermeldung angezeigt", berichtete der junge Fahrer: "Ich habe sofort eine Notabschaltung ausgelöst, aber der Blick in den Rückspiegel verhieß nichts Gutes: Da war schon schwarzer Rauch zu sehen und nicht nur Staub." Der Fahrer reagierte prompt - und tat das einzig richtige: Er sprang vom Führerhaus, schnappte sich noch einen Feuerlöscher und rief erstmal um Hilfe." Mit dem Feuerlöscher war dann aber wenig auszurichten - und wenig später stand das Gefährt voll in Flammen.

Bauern verhindern einen Flächenbrand

Da konnten auch die herbeigeeilten Wehren aus Klein Bünzow, Karlsburg und Groß Polzin nichts mehr ändern - auch wenn sie den Mähdrescher anschließend ablöschten, was dank großer Wasserreserven in den Wehrfahrzeugen auch zügig gelang. Die wichtigste Arbeit hatten ohnehin die ortsansässigen Landwirte gemacht. Weil auch der noch nicht abgeerntete Teil des Ackers sofort in Flammen stand, zogen sie eine Furche rings um die Brandstelle - und verhinderten so einen Flächenbrand des Getreides.

Für die Eigentümer des Mähdreschers aus Schlatkow kommt der Unfall natürlich zur Unzeit: Vor allem der Weizen steht noch auf zahlreichen Feldern - an ein Ersatzfahrzeug dürfte daher alles andere als leicht zu kommen sein.