Festnahme
Randalierer verletzt zwei Polizisten in Anklam

Erst wurde eine Scheibe der Volksbank in der Anklamer Frauenstraße zerstört. Dann kam es zu Gewalt zwischen der eintreffenden Polizei und dem mutmaßlichen Täter.
Erst wurde eine Scheibe der Volksbank in der Anklamer Frauenstraße zerstört. Dann kam es zu Gewalt zwischen der eintreffenden Polizei und dem mutmaßlichen Täter.
Anne-Marie Maass

Erst soll ein 23-Jähriger die Fensterscheibe der Volksbank in Anklam eingeschmissen haben, dann floh er und versteckte sich vor der Polizei. Bei der Festnahme hagelte es Fußtritte und Faustschläge.

Festnahme mit Verletzungen: Am Montagabend, 13. Mai, wurde gegen 20 Uhr die Polizei in die Anklamer Frauenstraße gerufen, weil dort ein Mann vor der Volksbank randalieren sollte. Vor Ort entdeckten die Polizisten eine große zerstörte Schaufensterscheibe – komplett zersplittert. Von dem Täter zunächst keine Spur.

Polizeibekannter Mann versteckt sich in Sparkasse

Die beiden Polizisten machten sich sofort auf die Suche nach dem mutmaßlichen Verursacher und wurden schnell fündig. Der bereits polizeibekannte Mann war nur wenige Meter weiter in die Filiale der Sparkasse am Pferdemarkt geflohen. Dort hatte er sich hinter einen Kontoauszugsdrucker versteckt.

Von den beiden Polizisten entdeckt, leistete der Mann unvermittelt Widerstand. Er versuchte sich mit Fußtritten und Faustschlägen zu wehren. Eine 20-jährige Beamtin setzte sogar nach vorheriger Androhung Reizstoff gegen den Mann ein. Sie und ihr 56-jähriger Kollege „konnten den Widerstand jedoch erst mit einfacher Gewalt brechen”, wie die Polizei  mitteilte.

Polizistin muss über Nacht ins Krankenhaus

Beide Beamte wurden durch den 23 Jahre alten Beschuldigten bei dem Einsatz verletzt. Während der Polizist mit einer Verletzung an der Hand noch ambulant versorgt werden konnte, musste seine Kollegin die Nacht über stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Beide Polizisten seien zunächst weiterhin nicht dienstfähig, hieß es gestern.

Auch der 23-jährige Mann, der laut Polizei derzeit keinen festen Wohnsitz hat, wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Er habe von der Festnahme jedoch keine Verletzungen davon getragen, so die Polizei.

Am Dienstagnachmittag war der Schaden bereits wieder behoben worden; die Scheibe ausgetauscht. Die Schadenssumme wird jedoch auf mindestens 500 Euro geschätzt. Die Polizisten haben gegen den Randalierer Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen.