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Auch Studenten als Steuerzahler

Auch für Studenten kann sich möglicherweise eine Steuer- erklärung lohnen. [KT_CREDIT] FOTO: dpa/Mascha Brichta

Von dpa-KorrespondentPeter NeitzschEin Studium kostet Geld. Doch Steuererleichterungen gewährt der Gesetzgeber nur bedingt.Neustadt.Das deutsche Steuerrecht ...

Von dpa-Korrespondent
Peter Neitzsch

Ein Studium kostet Geld. Doch Steuererleichterungen gewährt der Gesetzgeber nur bedingt.

Neustadt.Das deutsche Steuerrecht ist kompliziert. Das gilt auch, wenn es darum geht, die Kosten für ein Studium abzusetzen. „Der Gesetzgeber unterscheidet, ob es sich um ein Erst- oder ein Zweitstudium handelt“, sagt Bernhard Lauscher von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe in Neustadt an der Weinstraße. „Bei einem klassischen Studenten im Erststudium werden Studienkosten nicht als Werbungskosten anerkannt.“
Was kann im Erststudium steuerlich geltend gemacht werden? Wer zum ersten Mal studiert, kann seine Studienkosten als Sonderausgaben absetzen – allerdings nur bis zu 6000 Euro und nur im laufenden Jahr. „Diese Möglichkeit nutzt den meisten Studenten nichts, weil dafür die Einnahmen nicht ausreichen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Anders als Werbungskosten können Sonderausgaben nicht aufgespart und später geltend gemacht werden. Da Studenten selten mehr als den Grundfreibetrag von 8004 Euro verdienen, bringt das letztlich kaum eine Steuerersparnis.
Wann sollten Studenten eine Steuererklärung abgeben? „Je mehr Geld ein Student dazu verdient und dementsprechend Einkommenssteuer zahlt, desto eher lohnt sich die Steuererklärung“, sagt Klocke. Wer auf Lohnsteuerkarte arbeitet, sollte immer eine Steuererklärung abgeben, empfiehlt Prechtner. „Wenn ein Student beispielsweise in den Semesterferien 2000 Euro verdient, wird natürlich erstmal Lohnsteuer einbehalten.“ Die könne man sich über die Steuererklärung dann zurückholen.