Der Impfstoff-Hersteller Biontech wird jetzt erstmals wegen Impfschäden verklagt.
Der Impfstoff-Hersteller Biontech wird jetzt erstmals wegen Impfschäden verklagt. Christian Charisius
Der Impfstoff-Hersteller Biontech wird jetzt erstmals wegen Impfschäden verklagt.
Der Impfstoff-Hersteller Biontech wird jetzt erstmals wegen Impfschäden verklagt. Marijan Murat
Corona-Impfung

Biontech und Moderna erstmals wegen Impfschäden verklagt

Eine Düsseldorfer Kanzlei verklagt erstmals die beiden Hersteller von Corona-Impfstoffen wegen möglicher Impfschäden auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.
Düsseldorf

Die Pharma-Konzerne Biontech und Moderna sehen sich in Deutschland erstmals zivilrechtlichen Klagen ausgesetzt. Sechs Klagen in sechsstelliger Höhe seien am 6. September in Berlin, Köln und München eingereicht worden, so die Düsseldorfer Kanzlei Rogert & Ulbrich. Hintergrund seien gesundheitliche Schäden, die durch die Corona-Impfstoffe der Hersteller ausgelöst worden seien.

Rund 350 Betroffene wegen möglicher Impfschäden

Die Geschädigten fordern Schadensersatz, Schmerzensgeld, Schmerzensgeldrente und die Übernahme von weiteren Kosten, etwa für Verdienstausfall, Fahrten zu medizinischen Untersuchungen, Haushaltsführungskosten und die Inanspruchnahme von Pflegediensten.

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Bislang hätten sich bei der Kanzlei über 350 Betroffene gemeldet, hieß es auf Nordkurier-Anfrage. Die Geschädigten seien zwischen 14 und 80 Jahre alt und hätten mehrheitlich schwerwiegende Impfschäden, erklärt Rechtsanwalt Tobias Ulbrich auf Nordkurier-Anfrage.

Wie reagieren Biontech und Moderna?

Jasmina Alatovic, Pressesprecherin bei Biontech, antwortete auf Nordkurier-Anfrage am 9. September, dass sie nicht wisse, ob und wo die Klage der Kanzlei zugestellt worden sei. Sie habe bislang nur aus den Medien davon erfahren und wollte daher keine Stellung zu den konkreten Vorwürfen nehmen. Für eine erneute Nachfrage war die Pressestelle nicht erreichbar.

Das Pharmaunternehmen Moderna antwortete, dass die Klage bis zum 16. September nicht zugestellt worden sei. Es würden laufend unerwünschte Arzneimittelwirkungen überwacht und bewertet. Sollte die Kanzlei argumentieren, dass die Impfung eine dauerhafte Immunschwäche („V-AIDS”) auslöse, sei dies wissenschaftlich nicht belegbar.

Haftungsausschluss der Konzerne unrechtmäßig?

Brisant an der Klage ist auch, dass die Bundesregierung die beiden Konzerne eigentlich per Verordnung von sämtlichen Haftungsrisiken freigestellt hat. Die Kläger halten diese Argumentation allerdings für nicht haltbar.

Ausführliche Hintergründe zu dem Rechtsstreit gegen die beiden Pharma-Konzerne und zur Argumentation, weshalb man den Haftungsausschluss für unwirksam hält, lesen Sie hier

Aktualisierung, 17.09., 13.40 Uhr: Die Aussage zu Moderna wurde nachträglich geändert. - Die Redaktion 

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