CORONA-KRISE

300 Menschen versammeln sich trotz Verbot vor Moschee

Trotz strikter Ausgangsbeschränkungen kamen in Berlin 300 Gläubige vor einer als radikal bekannten Moschee zum Gebet zusammen.
Vor der Berliner Dar as-Salam Moschee versammelten trotz Verbot sich 300 Gläubige.
Vor der Berliner Dar as-Salam Moschee versammelten trotz Verbot sich 300 Gläubige. Paul Zinken
Berlin.

Trotz Kontaktverbots wegen der Corona-Pandemie haben sich am Freitag vor einer Moschee in Berlin-Neukölln laut Polizei rund 300 Menschen versammelt. Der Trägerverein wird vom Verfassungsschutz beobachtet und der islamistischen Muslimbruderschaft zugeordnet.

Polizei berichtet von schwierigem Einsatz

Es sei es nur zum Teil gelungen, die Menschen dazu zu bewegen, den vorgeschriebenen Abstand zu halten, wie die Polizei nach dem Einsatz auf Twitter mitteilte.

„Das Gebet wurde im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet“, hieß es. Die Verantwortlichen der „Dar as-Salam Moschee” sicherten der Polizei überdies zu, über die sozialen Medien nochmals darauf hinzuweisen, dass Gebetsrufen nicht durch persönliches Erscheinen gefolgt werden müsse und dass die Rufe bei erneuten Menschenansammlungen sofort beendet werden.

Gebet parallel zum Glockenläuten

Hintergrund der Geschichte: Der hinter der Moschee stehende Verein NBS („Neuköllner Begegnungsstätte”) hatte im Vorfeld auf seiner Facebook-Seite angekündigt, ab jetzt regelmäßig parallel zum Glockenläuten der benachbarten christlichen Gemeinde ein islamisches Gebet auszurufen. „Die Glocken der Genezereth-Gemeinde und der islamische Gebetsruf der Dar as-Salam Moschee werden im Gleichklang zum Gebet und zur Einigkeit aufrufen”, hieß es auf der Einladung. Dass niemand vor Ort erscheinen sollte, stand allerdings nicht dabei.

Wegen der Vorkommnisse nahm die Gemeinde am Samstag bis auf Weiteres Abstand von der Aktion. Man hoffe auf verantwortungsvolleres Verhalten in der nahen Zukunft, heißt es auf Facebook. 

Moschee gilt als radikal

Der Verein „Neuköllner Begegnungsstätte” (NBS) ist den Sicherheitsbehörden seit Langem bekannt und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Behörde ordnet die Moschee-Gemeinde der islamistischen Muslimbruderschaft zu, auch Hassprediger sollen dort schon aufgetreten sein.

CDU-Politiker: „Ein schwerer Fehler”

Falcko Liecke (CDU), stellvertretender Bürgermeister von Berlin-Neukölln reagierte auf die Aktion (christliches Glockenläuten und islamischer Gebetsruf gleichzeitig) mit deutlichen Worten. „Ich halte es für einen schweren Fehler mit der NBS.ev – Dar Assalam Moschee gemeinsame Sache zu machen. Es ist seit Jahren bekannt: Diese Moscheegemeinde gibt sich nach außen liberal, predigt aber nach innen die Sharia”, so der CDU-Politiker auf seiner Facebook-Seite.

 

 

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Kommentare (2)

Was hier nicht erwähnt wurde: Die NBS durfte zum ersten mal ihren Gebetsruf über Lautsprecher auf die Straße verbreiten.
Woraufhin es auf der Straße zu Menschenansammlungen kam, die lautstark Allahu Akbar skandierten.

https://twitter.com/i/status/1246099603881168899

Wenn bekannt ist das sie als radikal gilt warum schließt man die Moschee nicht. Fertig. Armes Deutschland.