ASTRONOMIE

Am Montag findet eine "Mini-Sonnenfinsternis" statt

Wer die „Mini-Sonnenfinsternis” am Montag verpasst, bekommt erst im Jahr 2032 die nächste Gelegenheit, das Schauspiel zu beobachten. Dies ist jedoch gar nicht so einfach - es sei denn, man fährt nach Demmin.
dpa
Tobias Holtz Tobias Holtz
Der Planet Merkur zieht vor der Sonne vorbei und wurde dabei mit dem Weltraumteleskop Hinode aufgenommen.
Der Planet Merkur zieht vor der Sonne vorbei und wurde dabei mit dem Weltraumteleskop Hinode aufgenommen. Hinode
Der Planet Merkur ist am 07. Mai 2003 rechts unten als winziger schwarzer Punkt vor der Sonne zu sehen, in der Mitte ist ein S
Der Planet Merkur ist am 07. Mai 2003 rechts unten als winziger schwarzer Punkt vor der Sonne zu sehen, in der Mitte ist ein Sonnenfleck zu sehen (aufgenommen in München mit einer Sonnenschutzfolie und einer Brennweite von 1200 mm). Stephan Jansen
Heppenheim.

Der kleinste Planet des Sonnensystems, Merkur, wird sich am Montag (13.35 Uhr) vor die Sonne schieben. So eine „Mini-Sonnenfinsternis” ist selten und mit bloßem Auge nicht wahrzunehmen. Um das Schauspiel – wenn das Wetter mitspielt – beobachten zu können, braucht man stattdessen ein kleines Teleskop und unbedingt spezielle Sonnenfilter. Eine Sonnenfinsternisbrille reicht beim Einsatz von Teleskopen nicht aus.

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Nächste Chance 2032

Nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde aus dem südhessischen Heppenheim fand eine solche „Mini-Sonnenfinsternis” zuletzt im Mai 2016 statt. Den nächsten Merkur-Transit gebe es erst 2032. „Dieses Ereignis tritt seltener auf als eine totale Mond- oder Sonnenfinsternis. Insgesamt kommt es nur 13- oder 14-mal pro Jahrhundert vor“, erklärt Dr. Michael Danielides, Chefastronom der Demminer Astronomiestation im ehemaligen Wasserturm an den Tannen.

Am 11. November, kann diese „Merkur-Finsternis“ mit den Teleskopen und Filtern der Sternwarte ab 14 Uhr live beobachtet werden. Allerdings ist die Veranstaltung wetterabhängig und findet nur statt, wenn um 13.30 Uhr Sonnenschein in der Hansestadt ist. Einlass ist ab 14 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro. Sollte das Wetter mitspielen, dürfen die Besucher mit Ihren Mobilgeräten auch gerne einzigartige Bilder am Fernrohr machen, verspricht der Weltraumphysiker.

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Wann die Sonnenfinsternis beginnt

Das Schauspiel beginnt exakt um 13.35 Uhr und 29 Sekunden. Dann stößt der kleine Planet an den Sonnenrand und startet als schwarzer Punkt die Reise fast exakt über die Mitte der Sonne. Um 19.04 Uhr endet das Schauspiel mit seinem Austritt auf der anderen Seite. Dann ist die Sonne bei uns aber schon lange untergegangen.

Merkur ist der sonnennächste Planet. Sein Umlauf um die Sonne dauert 88 Tage. Sein Umfang liegt bei gut 15.000 Kilometern – bei der Erde sind es rund 40.000 Kilometer.

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