STAATSSCHUTZ ERMITTELT

Auto von AfD-Politiker angezündet

In Berlin-Neukölln wurde das Auto eines AfD-Politikers in Brand gesetzt. Einer der Verdächtigen soll ein ehemaliger Auftragsnehmer der Amadeu-Antonio-Stiftung sein.
Christine Gerhard Christine Gerhard
In der Nacht auf Donnerstag ist in Berlin-Neukölln das Auto eines AfD-Politikers in Brand gesteckt worden.
In der Nacht auf Donnerstag ist in Berlin-Neukölln das Auto eines AfD-Politikers in Brand gesteckt worden.
Berlin.

In der Nacht auf Donnerstag ist in Berlin-Neukölln das Auto eines AfD-Politikers in Brand gesteckt worden, berichtet der Tagesspiegel. Bei einem der drei Tatverdächtigen soll es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter der Amadeu-Antonio-Stiftung handeln.

Einem entsprechenden Polizeibericht zufolge waren Fahndern gegen 23.30 Uhr drei Männer aufgefallen, die auf Fahrrädern zunächst einen Wohnblock umkreisten und schließlich bei einem im Innenhof geparkten Auto anhielten. Einer der Tatverdächtigen habe sich gebückt und sei anschließend mit seinen mutmaßlichen Komplizen geflohen, während der Pkw in Flammen aufging. Menschen kamen dabei nicht zu schaden. Einer der drei Flüchtigen konnte von der Polizei gestellt und dem Staatsschutz übergeben werden, die Ermittlungen dauern an.

Alice Weidel, Mitvorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, spricht auf Facebook generell von einem „linksextremen politischen Terror” gegen ihre Partei. Eine neue Eskalationsstufe sei nun mit den Mordaufrufen gegen sie und andere AfD-Politiker erreicht worden, die zuletzt auf einem linksextremen Plattform aufgetaucht sei.

Anschlag auf Auto von CDU-Politiker

Im Fall des Berliner Autobrands betont die Amadeu Antonio-Stiftung, bei dem Tatverdächtigen handle es sich nicht um einen Mitarbeiter im eigentlichen Sinne. Der 39-Jährige habe lediglich bis 2016 auf Honorarbasis Aufträge für die Stiftung bearbeitet, ein Kontakt zu ihm bestehe nicht mehr. „Wir verurteilen die Tat natürlich”, sagte ein Sprecher dem Nordkurier, „und sie ist für uns auch nicht nachvollziehbar.”

Auch ein CDU-Politiker ist am vergangenen Wochenende Opfer einer möglicherweise politisch motivierten Sachbeschädigung an seinem Auto geworden, das meldet das Berliner Abendblatt. Unbekannte hatten in Marzahn-Hellersdorf den Trabant demoliert und außerdem eine ätzende Flüssigkeit auf den Sitzen verschüttet. Letzteres sei laut Polizei erst bei der Reparatur aufgefallen, als Werkstattmitarbeiter Beschädigungen an ihrer Kleidung und eine von der Säure verursachte leichte Hautverletzung feststellten. Auch in diesem Fall ermittle der Staatsschutz.

Grundsätzlich sei so ein Anschlag auch ein Angriff auf die Demokratie, die es zu verteidigen gelte, sagte der Fahrzeugbesitzer Alexander J. Herrmann (CDU) dem Berliner Abendblatt.

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