FAHRLÄSSIGE TÖTUNG?

Baby in Wanne ertrunken – Mutter steht vor Gericht

Ein elf Monate altes Baby ist in der Badewanne ertrunken. Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter vor, ihre Aufsichtspflicht missachtet zu haben.
dpa
Die Ermittler haben Zweifel an der Darstellung der Mutter.
Die Ermittler haben Zweifel an der Darstellung der Mutter. © BillionPhotos.com - stock.adobe.com (Symbolbild)
Espelkamp ·

Nach dem Ertrinken ihres elf Monate alten Sohnes in der Badewanne ist eine Mutter aus Ostwestfalen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft der 28-Jährigen vor, ihre Aufsichtspflicht missachtet zu haben, indem sie das Baby bei fließendem Wasser in die Wanne gesetzt und den Raum verlassen haben soll, wie eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag sagte.

Mehr lesen: Angeklagter schwänzt Gerichtstermin – jetzt sitzt er im Gefängnis

Sie habe zwar angegeben, die Wanne nicht selbst zugestöpselt zu haben – dies müsse ein ebenfalls anwesendes Kleinkind gemacht haben. Die Ermittler äußerten jedoch Zweifel an dieser Darstellung. „So oder so: Sie hätte auf ihr Kind aufpassen müssen, wenn es in der Badewanne sitzt”, sagte die Sprecherin. Das „Westfalen Blatt” hatte zuvor über die Anklageerhebung berichtet.

Den Angaben der Polizei nach dem Tod des Kindes im Januar zufolge war die Mutter zu einer Nachbarin gerannt, als sie das leblose Baby entdeckt hatte. Diese rief einen Notarzt, der das Kind nicht mehr retten konnte und die Polizei einschaltete.

Mehr lesen: Nach Tötung von 26-Jähriger nimmt Polizei Ex-Freund fest

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Espelkamp

zur Homepage