AUSGESETZT

Blinder Hunde-Opa irrte allein durch den Wald

Völlig orientierungslos und mit schmutzigem, zerzaustem Fell wurde der arme Rüde von einer Spaziergängerin aufgefunden.
De alte, blinde Hund irrte hilflos durch den Wald.
Die Tierschützer haben den Kleinen Ferdinand getauft.
Die Tierschützer haben den Kleinen Ferdinand getauft. Hamburger Tierschutzverein 1841 e.V.
Ratzeburg.

Völlig hilflos tapste der kleine Mischlingsrüde im Wald bei Ratzeburg umher – und das offenbar schon seit einiger Zeit. Der Hund ist auf beiden Augen blind und mit geschätzten 15 Jahren schon sehr betagt.

Er hätte nicht mehr lange überlebt

Wäre seine Finderin nicht vorbeigekommen, hätte der Rüde wahrscheinlich nicht mehr lange überlebt. Doch Ferdinand, so wurde der kleine Hunde-Opa inzwischen getauft, hat wahnsinniges Glück: Die Spaziergängerin, die ihn entdeckt und eine Weile beobachtet, ist eine Mitarbeiterin des „Hamburger Tierschutzverein 1841”.

„Er ist dankbar und fröhlich”

Die Expertin erkannte sofort, dass sie dem Tier helfen muss. Sie nahm Ferdinand mit und brachte ihn ihren Kollegen vom Tierschutz. „Wir haben Ferdinand natürlich sofort bei uns aufgenommen, obwohl sein Fundort nicht in unseren Bereich fällt”, sagte Sven Fraaß, Sprecher des Tierschutzvereins dem Nordkurier. „Inzwischen geht es Ferdinand auch viel besser. Er ist dankbar und fröhlich.”

Besitzer soll zur Verantwortung gezogen werden

Gefunden wurde Mischling Ferdinand bereits vor einem Monat, sein Schicksal ist aber noch nicht aufgeklärt. Der Hamburger Tierschutzverein will herausfinden, wer das alte, kranke Tier ausgesetzt hat und lobt auf seiner Internetseite eine Belohnung von 1000 Euro für sachdienliche Hinweise auf den früheren Besitzer aus.

Hund muss eventuell operiert werden

Ferdinand ist mit 15 Jahren schon sehr alt und es geht ihm gut im Tierheim. Trotzdem hoffen die Mitarbeiter, dass er ein liebevolles neues Zuhause bekommt. „Er muss erst noch eine Augendruckmessung und eventuell eine Operation überstehen”, erzählt Sven Fraaß. „Aber danach kann er sich durchaus noch mal an ein neues Herrchen oder Frauchen gewöhnen.”

Der „Hamburger Tierschutzverein 1841” nimmt pro Jahr bis zu 10 000 Tiere auf und ist das zweitgrößte Tierheim Deutschlands.

 

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