CORONA-EINSCHRÄNKUNGEN

Bürgermeister stellt sich wegen verbotener Party tot

Ein Bürgermeister in Peru hat vorgetäuscht, tot zu sein, um der Polizei zu entkommen. Er hat mit Freunden eine Party gefeiert – trotz Corona-Lockdowns.
Ein peruanischer Bürgermeister versuchte einer Verhaftung zu entgehen und stellte sich deshalb vor der Polizei tot.
Ein peruanischer Bürgermeister versuchte einer Verhaftung zu entgehen und stellte sich deshalb vor der Polizei tot. Policía Nacional del Perú
Castrovirreyna.

Ein peruanischer Bürgermeister hat mit einer feuchtfröhlichen Party gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen. Als die Polizei aufgetaucht ist, hat sich der Mann in einen Sarg gelegt und sich tot gestellt, um so einer Festnahme zu entgehen. Die Beamten nahmen ihn dennoch fest – nicht ohne vorher ein Foto von ihm zu machen.

Polizisten knipsten Beweisfoto von schauspielerndem Bürgermeister im Sarg

Laut der US-Nachrichten-Seite Insider hat der Bürgermeister der Provinz Castrovirreyna am 18. Mai mit Freunden gefeiert und getrunken, als er von der Polizei bei der Verletzung der Ausgangssperre erwischt wurde.

Als die Polizei im Gebäude eintraf, um die Party-Gesellschaft zu verhaften, lag Bürgermeister Jaime Rolando Urbina Torres mit Mundschutz und geschlossenen Augen in einem offenen Sarg. Seine Freunde versteckten sich hingegen in Schubladen und Schränken, um der Festnahme zu entgehen. Die Policía Nacional del Perú schoß noch schnell ein Foto von Torres im offenen Sarg, bevor sie ihn und seine Freunde festnahmen.

Warum in der Party-Unterkunft des Bürgermeisters ein Sarg stand, hat die Polizei bisher nicht mitgeteilt.

Bürgermeister beschimpft Bürger, die ihn wegen Corona-Fahrlässigkeit kritisieren

Torres war schon zuvor kritisiert worden, die Pandemie nicht ernst genommen zu haben. Seit dem landesweiten Lockdown vom 16. März soll der Bürgermeister nur acht Tage in der Stadt verbracht und keine lokalen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben, so die wütenden Einheimischen. Auch seine eigenen Mitarbeiter bemängelten zum Beispiel, dass er keine Quarantäne-Notunterkünfte eingerichtet hat. Torres kam am 9. Mai zu einer Stadtversammlung, um sich vor den Anschuldigungen zu verteidigen. Stattdessen beschimpfte er dort seine Kritiker lautstark.

Peru gehört in Südamerika zu den am stärksten betroffenen Ländern, mit knapp 120.000 Covid-19-Infizierten und 3.456 Todesfällen. ist es nach Brasilien das Land mit den höchsten Zahlen auf dem Sub-Kontinent.

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