CORONA KRISE

Bund und Länder für Kontaktverbot gegen Coronakrise

Die Bundesregierung hat sich mit den Ländern auf eine Art Konaktverbot geeingt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Außerdem sollen bundesweit Gaststätten geschlossen werden.
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen hat die Bundesregierung das öffentliche Leben erheblich eingeschränkt.
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen hat die Bundesregierung das öffentliche Leben erheblich eingeschränkt. Fabian Sommer
Berlin ·

Bund und Länder wollen eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

+++ Aktualisierung: Merkel erklärt die neuen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Detail. +++

Das Kontaktverbot soll vorerst mindestens zwei Wochen gelten.

Darüber hinaus sollen Restaurants und Gaststätten unverzüglich geschlossen werden - wo dies noch nicht der Fall ist. "Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause", heißt in einem entsprechenden Beschluss. Auch Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege sollen schließen. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.

Mehr lesen: Angela Merkel muss in häusliche Quarantäne.

Kontaktverbot statt Ausgangssperre

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Demnach sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus handeln.

Lesen Sie auch: Was bedeutet eine Ausgangssperre?

Neben Merkel nehmen auch die für den Kampf gegen die Ausbreitung und die Folgen des Coronavirus wichtigsten Minister teil. So sollen neben Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) auch Innenminister Horst Seehofer (CSU), Außenminister Heiko Maas (SPD), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dabei sein.

Mehr lesen: Was Corona mit Sex und Erotik macht.

Einige Bundesländer - allen voran Bayern - haben ihre Bestimmungen bereits verschärft. Wie lange die Beratungen Merkels mit den Regierungschefs der Länder dauern werden, war unklar. Gegen 17.30 Uhr wollte sich Merkel im Kanzleramt zu den Ergebnissen äußern.

Kommentar: Braucht Mecklenburg-Vorpommern eine Ausgangssperre?

Vollbildanzeige

Dieser Artikel wurde am Sonntag, 22. März, mehrfach aktualisiert.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Berlin

zur Homepage

Kommentare (4)

Was soll das bringen bzw wie soll das eingehalten werden? In den Kaufhallen, auf Arbeit wie soll das funktionieren?

Wenn das stimmt, was noch nicht offiziell ist, dann hätten sich unsere Politiker heute nicht in einer Telefon- und Videokonferenz verabreden brauchen.

Einfach aufpassen.

Muss man Sie echt auf etwas Selbstdisziplin hinweisen? Und wenn Ihnen einer zu nahe kommt sagen Sie es deutlich.

Auf Arbeit wird sich ihr Chef schon kümmern, wenn er nicht will, dass u.U. alle krank werden.
An sich logisch. Aber manche glauben Staat ersetzt Nachdenken.

Anonymer Schmierfink, Dummschwätzer!!!!