Nach Raketentest
Bundeswehr kämpft gegen selbst verursachten Moorbrand

Auf einem Testgelände der Bundeswehr stehen seit Anfang September fünf Hektar Moorland in Brand.
Auf einem Testgelände der Bundeswehr stehen seit Anfang September fünf Hektar Moorland in Brand.
WTD 91/Bundeswehr/dpa

Ein Hubschrauber der Bundeswehr hat bei einem Waffentest Raketen in ein Moorgebiet geschossen. Dieses fing Feuer und brennt jetzt schon zwei Wochen lang.

Nach Raketentests auf einem Moorgebiet im niedersächsischen Meppen kämpfen Feuerwehrleute der Bundeswehr seit rund zwei Wochen gegen einen Flächenbrand. „Im Moment versuchen wir, möglichst viel Wasser zum Brandort zu bringen, um den Boden zu durchnässen”, sagte ein Bundeswehr-Sprecher am Montag. „Wir werden auf jeden Fall diese Woche noch beschäftigt sein.” Menschen kamen bislang nicht zu Schaden.

Hubschrauber feuerte Raketen ab

Entstanden war das Feuer bei einem Waffentest: Von einem Hubschrauber hatten Soldaten Raketen abgefeuert. Eigentlich hätte die Bundeswehr-Feuerwehr mit einer Löschraupe das Feuer nach dem Test gleich löschen sollen, doch die Löschraupe fiel aus und ein weiteres solches Fahrzeug war gerade in der Werkstatt. So konnte sich der Schwelbrand ausbreiten, bis ein Löschhubschrauber einsatzbereit war.

Nach Angaben des Sprechers ist es nicht der erste mehrwöchige Brand auf dem Testgelände. 2010 habe ein Feuer rund sechs Wochen gebrannt, ehe es gelöscht werden konnte.