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Bundesweiter Katastrophen-Warntag am 10. September

Heulende Sirenen, piepende Warn-Apps und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln: Nach einem Vorstoß Lorenz Caffiers (CDU) wird es bald einen bundesweiten Katastrophen-Warntag geben.
dpa
Erstmals seit der Wiedervereinigung wird es im September diesen Jahres einen bundesweiten Katastrophen-Warntag geben.
Erstmals seit der Wiedervereinigung wird es im September diesen Jahres einen bundesweiten Katastrophen-Warntag geben. Archiv
Schwerin.

Als Reaktion auf einen Vorstoß Mecklenburg-Vorpommerns wird es am 10. September dieses Jahres erstmals seit der Wiedervereinigung einen bundesweiten Katastrophen-Warntag geben. Dazu würden in ganz Deutschland Sirenen heulen, Warn-Apps piepen, Rundfunksender ihre Programme unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen, kündigte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Mittwoch in Schwerin an. Er hatte im Vorjahr einen entsprechenden Vorschlag in die Konferenz der Innenminister eingebracht und dafür die Unterstützung seiner Amtskollegen erhalten.

„Die Fähigkeit der Bevölkerung, Warnmeldungen und deren Zielrichtung zu verstehen, ist derzeit in Deutschland nicht ausreichend ausgeprägt. Die Bürgerinnen und Bürger für die Warnung vor gefährlichen Ereignissen zu sensibilisieren, ist eine wichtige und ebenso schwierige Aufgabe”, begründete Caffier die Einführung des bundesweiten Warntags. Es müsse sichergestellt werden, dass Warnmeldungen richtig verstanden werden, um dann auch richtig handeln zu können. Der Warntag diene aber auch dazu, die vorhandenen technischen Systeme flächendeckend zu testen.

Künftig Katastrophen-Warntag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September

Der Minister verwies auf die nun freigeschaltete Internet-Seite www.bundesweiter-warntag.de, die Informationen zum Warntag enthalte, der künftig jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinde. Eine Länderkarte biete zudem einen Überblick über Regelungen zur Warnung in den einzelnen Bundesländern.

Im Zeitalter elektronischer Medien hatten Behörden bei der Warnung vor Naturkatastrophen oder anderen Gefahren zunehmend auf moderne Kommunikationsmittel gesetzt. Doch kehren inzwischen auch in Mecklenburg-Vorpommern die Anfang der 1990er Jahre vielfach demontierten Sirenen als Warnsystem zurück. Laut Caffier unterstützt die Landesregierung die Neuinstallation mit 50 000 Euro pro Jahr. Viele Kommunen verfügten aber noch über Anlagen, so dass aktuell mehr als die Hälfte der Bevölkerung im Land mit Sirenen gewarnt werden könne.

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