FRUST IN DEN FERIEN

Chaos im Bahnverkehr zur Ostsee

Fast ganz Deutschland hat Ferien. Die Folge sind volle Züge. Aber auch auf den Autobahnen sieht es vielerorts nicht besser aus.
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dpa
Unter anderem die Regionalbahnen von Berlin nach Stralsund waren rappelvoll. Wer irgendwo ein Fleckchen zum Sitzen fand,
Unter anderem die Regionalbahnen von Berlin nach Stralsund waren rappelvoll. Wer irgendwo ein Fleckchen zum Sitzen fand, nutzte es sofort aus. ZVG
Berlin.

Züge der Bahn sind am Samstag rappelvoll, Sitzplätze sind Mangelware gewesen. Das betraf beispielsweise die Verbindung von Berlin zur Ostsee, wie uns eine Leserin mitteilte. Ihre Fahrt in den Nordosten stellte sich als Geduldprobe heraus. Im Regionalexpress Berlin – Stralsund gab es keine Sitzplätze mehr, schon ab Berlin Hauptbahnhof sei der RE „total überfüllt” gewesen.” Schon im vergangenen Jahr gab es im Sommer Engpässe, die Fahrgäste verägert hatten.  Volle Züge zwischen Berlin und MV sind kein Einzelfall

Fast ganz Deutschland hat derzeit schulfrei. Mit Nordrhein-Westfalen startete nun das 14. Bundesland in die Ferien, bis auf Bayern und Baden-Württemberg. „Wie schon an den reisestarken Feiertagswochenenden im letzten Monat gilt auch für das kommende: "Alles, was rollen kann, rollt”, sagte eine Bahnsprecherin bereit. Immerhin: Die Deutsche Bahn meldete am Samstag bundesweit keine größeren Störungen. „Im Fernverkehr läuft alles stabil”, sagte ein Sprecher am Samstag. Auch mit den Klimaanlagen der Züge gebe es keine besonderen Probleme.

Volle Autobahnen an der Grenze

Auch auf den Autobahnen in Deutschland ist jetzt viel Geduld gefragt. „In der Summe stockt es öfter – das kostet Zeit”, bilanzierte ein Sprecher des ADAC am Samstagmittag Beispielsweise auf der A8 südlich von München ging es den Angaben zufolge in Richtung Österreich über mehrere Stunden auf mehr als 30 Kilometern nur im Stop-and-go-Modus voran. „Die gute Nachricht ist, dass der Verkehr überall rollt.” Die A9 in Bayern war dem ADAC zufolge am Mittag stellenweise in beiden Richtungen dicht.

Doch kein Chaos in Tirol

Das befürchtete Verkehrschaos in Tirol und im Salzburger Land blieb trotz Fahrverboten aus. „Hier läuft alles wider Erwarten harmlos”, sagte ein Sprecher der Tiroler Polizei am Samstag. Die beiden österreichischen Bundesländer sperren derzeit an Wochenenden typische Ausweichrouten, damit Reisende bei Stau auf der Autobahn nicht durch die umliegenden Dörfer fahren.

Der ADAC hatte vorab mit einem „der schlimmsten Reisewochenenden” gerechnet. „Der Sonntag wird mindestens genauso wie der Samstag”, schätzte der Experte. Der Verband rate Urlaubern, sich eher an Wochentagen oder nachts auf den Weg zu machen. „Nachts soll man natürlich nur fahren, wenn man ausgeruht ist und sich das zutraut.”

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Kommentare (2)

Nun ja, Chaos ist übertrieben. Aber wenn man, wie der Nordkurier seit geraumer Zeit, auf reinen Klickjournalismus aus ist, dann ist eben Chaos... Vielmehr ist es der normale Wahnsinn in den Zügen der Deutschen Bahn. Vor allen Dingen in den Hauptverkehrszeiten. Diese Leserin scheint wenig bis keine Ahnung von den Zuständen zu haben, die Pendler regelmäßig erleben dürfen. Ich empfehle dieser Dame jedes Jahr am letzten Wochenende im Juni mit dem RE 5 zusammen mit den Ferien-Kommunisten (FUSION) zu fahren. Auf dieser Fahrt erlebt sie dann das wahre Chaos... Ach ja, an diesen Zuständen ist die Deutschen Bahn nicht wirklich schuld! Schuld ist der ahnungslose Abschaum der deutschen (Landes)Politik, die lieber davon quatschen, dass mehr mit der Bahn fahren sollen, aber dann kein Geld haben wollen, um ausreichend Dienstleistungen bei der Deutschen Bahn zu bestellen.

Genau, und der Fusion Cheforganisator fährt längst den neusten Schlitten, von diesen Teilnehmern , so will ich sie mal nennen ,finanziert. Ein Jahr wird die Natur brauchen um die wild entsorgen Fäkalien in dieser Region abzubauen. Dann kommen sie wieder zur nächsten Fusion. Aber Umweltschutz, zum kotzen.