DDR-ROCKBAND

City-Schlagzeuger Klaus Selmke erliegt Krebsleiden

Das Gründungsmitglied der DDR-Rockband City, Klaus Selmke, ist am Freitag gestorben. Ein Krebsleiden soll die Todesursache gewesen sein.
Die Musiker von City trauern um Schlagzeuger Klaus Selmke (rechts).
Die Musiker von City trauern um Schlagzeuger Klaus Selmke (rechts). Jens Büttner
Klaus Selmke am Schlagzeug
Klaus Selmke am Schlagzeug DPA-Archiv
Zu Selmkes Markenzeichen gehörte, dass er meistens barfuß spielte.
Zu Selmkes Markenzeichen gehörte, dass er meistens barfuß spielte. DPA-Archiv
Berlin.

Klaus Selmke, Schlagzeuger der DDR-Rockband City, ist am Freitag im Alter von 70 Jahre verstorben. Dies teilte die Band auf ihrer Facebook-Seite mit. Der Drummer hatte die Band zusammen mit Gitarrist Fritz Puppel im Jahr 1972 im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg gegründet. Als wenig später Georgi Gogow an der Violine und Frontmann Toni Krahl am Mikrofon hinzu kamen, spielte sich die Kapelle in der DDR in die erste Liga der Rockbands. Ihr Song „Am Fenster“ gehört zu den bekanntesten Stücken der DDR-Rockmusik.

 Er sei im Beisein seiner Ehefrau und seiner beiden Kinder gestorben, wie der Sohn des Schlagzeugers, Patrick Selmke, der Redaktion mitteilte.

Selmke (70), der zumeist barfuß an den Drums saß, wurde bei Konzerten von Sänger Krahl regelmäßig in den Mittelpunkt gerückt – als Geburtstagskind vom Dienst. Denn es war egal, an welchem Tag die Formation spielte, Selmke hatte immer Geburtstag und bekam stets Applaus, selbst wenn regelmäßige Konzertgänger den Running-Gag kannten.

„Wir sind momentan noch sprachlos. Unser Drummer Klaus Selmke ist heute um 14 Uhr verstorben“, schrieb Sänger Toni Krahl (70) der Bild-Zeitung. Angaben des Blattes zufolge hatte der Schlagzeuger Krebs, er habe an einem Klatskintumor gelitten, einer bösartige Geschwulst, die an der Leber auftritt. Selmke verstarb in der Charité in Berlin. Seine Ehefrau war bei ihm.

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