POLIZEI WARNT

Corona-Infizierte fliehen aus Kliniken

Beunruhigende Entwicklung in Spanien: Dort fliehen immer mehr Corona-Patienten aus den Krankenhäusern.
dpa
Immer mehr spanische Krankenhäuser melden abtrünnige Corona-Patienten (Symbolfoto).
Immer mehr spanische Krankenhäuser melden abtrünnige Corona-Patienten (Symbolfoto). PIERRE-PHILIPPE MARCOU
Madrid.

Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, auf einer Pressekonferenz in Madrid.

Patienten werden polizeilich gesucht

Nun müsse man diese Patienten ausfindig machen und wieder in die Krankenhäuser bringen. Eine „Riesenarbeit”, wie González betonte. Allein in den vergangenen Stunden habe es in einer Klinik bei Madrid und im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens neue Fälle gegeben, klagte González. Neben abtrünnigen Patienten gebe es in Spanien auch sonst „ziemlich viele verantwortungslose“ Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten.

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Festnahmen wegen unsolidarischem Verhalten

Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 „verantwortungslose und unsolidarische“ Personen festnehmen müssen. Die knapp 47 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 15. März nur noch in wenigen Ausnahmefällen das Haus verlassen, etwa zum Einkaufen. Am Mittwoch soll das Parlament auf Antrag der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez über eine Verlängerung des Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, um weitere zwei Wochen bis zum 11. April abstimmen.

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