Spritpreise

Da macht Tanken Laune – Super-Benzin kostet 70 Cent

Während in Europa der Höhenflug der Spritpreise anhält, macht anderswo das Tanken richtig Spaß – zum Beispiel in Russland. Eine kleine Reise-Episode.
Kraftstoffpreise in Kaliningrad, von denen Europäer nur träumen können.
Kraftstoffpreise in Kaliningrad, von denen Europäer nur träumen können. Ulrich Krieger
Kaliningrad

Über die europaweite Diskussion um die Kraftstoffpreise können die Russen nur lächeln. Bei ihnen sieht es ganz anders aus. Das zeigte sich bei einer mehrtägigen Reise mit dem Pkw nach Kaliningrad.

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Erstes Erstaunen über die Preistafeln an den Tankstellen legte sich schnell. Ein Liter Super/95 Oktan kostete vor einer Woche knapp 52 Rubel. Angesichts eines Umtauschkurses von einem Euro gleich 82 Rubel sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Das waren ungerechnet nicht einmal 70 Cent für einen Liter Super. In Neubrandenburg kostete der Liter Super am Freitagvormittag rund 1,69 Euro.

Fahren könnte so schön sein

Trotzdem gibt es an der polnisch-russischen Grenze keinen Tanktourismus, denn um nach Russland zu gelangen bedarf es eines Visums. Schließlich gehört Russland nicht zur Europäischen Union. Zusätzlich sind die Auflagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sehr hoch und die europäischen Impfstoffe finden in dem riesigen Reich keine Anerkennung. Es ist immer ein aktueller PCR-Test erforderlich. Tanken in Russland war trotzdem eine erfrischende Abwechslung und erinnerte daran, wie schön Reisen und Pendeln sein könnte, wenn der Sprit nicht so teuer wäre.

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In Europa hält der Höhenflug der Spritpreise derweil weiter an. Die Spritpreise werden insbesondere vom Ölpreis nach oben getrieben. Bei Diesel kommt ein saisonaler Effekt hinzu. Die starke Nachfrage nach Heizöl im Herbst lässt den Preis zusätzlich steigen.

ADAC-Kraftstoffmarktexperte Jürgen Albrecht sieht allerdings Spielraum bei der Mineralölwirtschaft für Preissenkungen. Das aktuelle Niveau an den Zapfsäulen lasse sich im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht alleine durch den gestiegenen Ölpreis und die seit Anfang des Jahres geltende CO2-Abgabe erklären, sagte er. „Wenn die Verbraucher ihre Marktmacht noch bewusster einsetzen, könnten sie hier durchaus etwas erreichen.”

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