CORONAVIRUS

Das sind die Todesfallen in Deutschland

Krankenhäuser und Altenheime schlagen Alarm: Die Zahl der Corona-Toten steigt, während Schutzausrüstung für Ärzte und Pflegepersonal ganz fehlt oder die Vorräte bald erschöpft sind.
Die Schlacht um das Material für medizinische Geräte und Kleidung tobt weltweit
Die Schlacht um das Material für medizinische Geräte und Kleidung tobt weltweit Britta Pedersen
Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Uhr auf der Kapelle des Würzburger Seniorenheims, in dem bereits 18 Personen an Coronav
Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Uhr auf der Kapelle des Würzburger Seniorenheims, in dem bereits 18 Personen an Coronaviren gestorben sind, steht auf fünf Minuten vor Zwölf. Nicolas Armer
27 Corona-Tote: In Schutzkleidung stehen Pflegekräfte am Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg. Mittlerweile ermittelt die Staats
27 Corona-Tote: In Schutzkleidung stehen Pflegekräfte am Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.
Neubrandenburg.

Die Schlacht um das Material für medizinische Geräte und Kleidung tobt weltweit – und wird mit harten Bandagen ausgetragen. Eine vom Land Berlin in China wegen des Coronavirus bestellte Lieferung von Schutzausrüstung ist von den USA abgefangen und in die Vereinigten Staaten umgeleitet worden. Berlin hatte bei dem Hersteller Atemschutzmasken mit den Schutzklassen FFP2 und FFP3 bestellt, die Einsatzkräfte und Pflegepersonal vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Es soll sich um eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken handeln. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) bestätigte, dass die Masken in Bangkok „konfisziert“ worden seien und deshalb nicht ihr eigentliches Ziel Berlin erreicht hätten. „Wir betrachten das als Akt moderner Piraterie. So geht man mit transatlantischen Partnern nicht um“, sagte der Innensenator.

Zuvor hatten schon die Krankenhäuser der Oberhavel-Kliniken GmbH in Brandenburg SOS gefunkt. „Wir bitten um Unterstützung“, schrieb Geschäftsführer Detlef Troppens auf der Internetseite der Kliniken. Seit längerer Zeit seien sie nicht mehr beliefert worden, die Vorräte an Schutzkleidung seien „nun total erschöpft und reichen nicht einmal mehr für wenige Tage. Das betrifft insbesondere Masken, aber auch Kittel und Anzüge“.Der Hilferuf umfasst auch die Bitte um geeignete Materialien wie Folien oder Einweg-Regenmäntel, die zur Fertigung von Schutzkleidung genutzt werden könnten.

Auch das Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam befindet sich in einer kritischen Situation. In der Klinik sind bereits acht Personen an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Stadt Potsdam hofft trotzdem auf die schnellstmögliche und vollständige Wiederaufnahme des normalen Betriebs. Derzeit würden gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) Abläufe überprüft – unter anderem, wie infizierte und nicht-infizierte Patienten voneinander getrennt werden. Das Haus ist derzeit nicht geschlossen, nimmt aber nur noch unabweisbare Notfälle auf.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Im Fall des Wolfsburger Hanns-Lilje-Heims, in dem inzwischen 27 Senioren an einer Corona-Infektion gestorben sind, hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig die Ermittlungen aufgenommen. Es geht um den Verdacht der fahrlässigen Tötung. Ein Anwalt hatte die Diakonie als Betreiberin des Altenpflegeheims angezeigt. Laut Diakonie sind mindestens 56 Menschen in dem Heim mit dem Coronavirus infiziert. Wie in vielen Einrichtungen fehlt es auch in Wolfsburg nach wie vor an Schutzkleidung. Das Material ist nach Angaben der Diakonie zwar bestellt, kommt allerdings nicht an.

Ein Hotspot der Corona-Ausbrüche liegt auch im bayerischen Unterfranken in der Region Würzburg. Das Landratsamt gab am Freitagnachmittag den 18. Todesfall im Seniorenheim St. Nikolaus bekannt. Damit erhöhte sich die Anzahl der Verstorbenen auf 22 Personen in der Region Würzburg, davon 18 allein im Seniorenheim St. Nikolaus.

Dramatisch ist die Lage auch in Sachsen: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Altenpflegeheim Bethlehemstift in Zwönitz im Erzgebirge hat sich auf 84 erhöht. Zwei Todesfälle durch Covid-19 und mehrere schwere Krankheitsfälle hat es in dem Heim bereits gegeben. Insgesamt sind in Sachsen in 16 Altenheimen Corona-Fälle aufgetaucht.

Trotz dieser angespannten Lage versuchte RKI-Präsident Lothar Wieler gestern, ein wenig Optimismus zu verbreiten: „Ein infizierter Mensch steckt seit einigen Tagen im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an. In den vergangenen Wochen hat der Wert bei fünf, manchmal sogar bei sieben Menschen gelegen, die ein Infizierter angesteckt hat.“ Wieler weiter: „Aber erst, wenn ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen ansteckt, lässt die Pandemie langsam nach.“

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Kommentare (5)

Durchschittsalter der Coronatote in Deutschland: 81 Jahre

https://www.rnd.de/politik/corona-tote-in-deutschland-alter-der-todesopfer-liegt-laut-rki-im-durchschnitt-bei-81-jahren-BMSQTV7EIIMFYGLFWGON5BRWGQ.html

durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland: 80,4 Jahre

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1783/umfrage/durchschnittliche-weitere-lebenserwartung-nach-altersgruppen/

Da sollte man sich doch mal näher mit der Frage befassen, ob die Erkrankten tatsächlich alle "an" bzw. "wegen" Corona gestorben sind oder einfach nur "mit" dem Virus.

Kein Leichnam wird obduziert! Die können an allen möglichen sterben, sobald ein zweifelhafter Test das Coronavirus identifiziert, gilt die Person an Corona verstorben. In Italien werden alle Toten (auch ohne Test) als "Coronatote" bezeichnet.

In der BRD haben wir jährlich 954.874 Sterbefälle (lt. stat.Bundesamt) das entspricht 2616 Sterbefälle pro Tag.
Was hat das Coronavirus damit zu tun, warum fahren wir unsere Wirtschaft an die Wand?

Angst vor Verantwortung führt zu Massenhysterie und dem Ende der Gesellschaft, wie wir Sie kennen.
Erich und Erich werden wahrscheinlich auf einer Wolke sitzen und traurig sein, dass ihnen die Idee mit dem Virus nicht gekommen ist, ein Volk, dass sich selbst einmauert, muss man nicht einsperren.