FEUERWEHR-TAUCHER

DDR-Autowrack aus Badesee geborgen

Feuerwehrleute müssen nicht nur beim Löschen von Bränden hart im Nehmen sein. Bei eisigen Temperaturen und wenig Sicht haben sie ein Auto aus einem beliebtem Badesee geborgen.
dpa
Trotz der winterlichen Kälte haben Taucher der Berliner Feuerwehr ein versunkenes Auto aus einem See geholt.
Trotz der winterlichen Kälte haben Taucher der Berliner Feuerwehr ein versunkenes Auto aus einem See geholt. Paul Zinken
Hobbytaucher hatten das Autowrack im Habermannsee im Stadtteil Kaulsdorf entdeckt.
Hobbytaucher hatten das Autowrack im Habermannsee im Stadtteil Kaulsdorf entdeckt. Paul Zinken
Es hatte mehrere Anläufe gebraucht, den Wagen aus dem Wasser zu holen.
Es hatte mehrere Anläufe gebraucht, den Wagen aus dem Wasser zu holen. Paul Zinken
Berlin ·

Trotz der winterlichen Kälte haben Taucher der Berliner Feuerwehr ein versunkenes Auto aus einem See geholt. Hobbytaucher hatten das Autowrack im Habermannsee im Stadtteil Kaulsdorf entdeckt. Es lag 25 Meter entfernt vom Ufer in etwa 4 Meter Wassertiefe, wie ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag sagte.

Der IFA P70 aus der DDR-Produktion Ende der 50er-Jahre lag schon länger auf dem Grund. Der Wagen war laut Feuerwehr mit Muscheln bedeckt und zum Teil verrottet. Der Einsatz geht auf eine Bitte des Umweltamtes des Bezirks Marzahn-Hellersdorf zurück. Der beliebte Badesee liegt im Trinkwassereinzugsgebiet.

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Autodach riss teilweise ab

Die Bergung durch die beiden Taucher klappte erst im zweiten Anlauf. Einfach waren die Arbeiten unter Wasser nicht. Die Sichtweite betrage durch den aufgewirbelten Schlamm nur etwa 20 Zentimeter und das Wasser sei 3 Grad kalt, sagte der Sprecher. Nach einer Stunde unter Wasser sei das dann „schon recht frisch”. Aber die Taucher würden dicke Winter-Neoprenanzüge tragen und seien es auch gewohnt, vor allem tastend zu arbeiten.

Der erste Versuch scheiterte am Donnerstagvormittag. Die Taucher brachten unter Wasser ein sogenanntes Hebekissen im Auto an. Als es durch Schläuche mit Druckluft gefüllt wurde, riss das Autodach teilweise ab. Nach einer Stunde im Wasser gab es eine Pause zum Aufwärmen, dann stiegen die Männer erneut in den See.

Nun befestigten sie die Luftkissen außen am Auto und pumpten sie mit dem Kompressor voll Luft. Schließlich stieg der Wagen an die Wasseroberfläche. Von dort zog die Feuerwehr ihn zum Ufer, wo ein Bagger ihn aus dem Wasser hob. Fotos der Feuerwehr zeigten das alte Autowrack am Strand. Insgesamt war die Feuerwehr mit 14 Leuten vor Ort, darunter auch ein dritter Taucher, der als Rettungstaucher für einen Notfall bereit stand.

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