STURM

▶ „Mortimer” sorgt für Behinderungen auf Straßen und Schienen (Video)

Der Sturm „Mortimer” lässt Bäume umkippen und Äste abbrechen. In MV kam es zu Behinderungen auf der B321, der B108 und der B104. Auf der A24 verlor ein Mann im Starkregen die Kontrolle über seinen Wagen.
dpa
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Anzeigetafel am Hamburger Hauptbahnhof.
Anzeigetafel am Hamburger Hauptbahnhof. Bodo Marks
Sturmtief „Mortimer” erreicht Norddeutschland. Das Fährschiff Norderaue fährt vom Hafen Dagebüll au
Sturmtief „Mortimer” erreicht Norddeutschland. Das Fährschiff Norderaue fährt vom Hafen Dagebüll auf der Nordsee in Richtung der nordfriesischen Inseln ab. Daniel Bockwoldt
Fahrzeuge fahren am Morgen bei starkem Regen auf einer Strasse in Hamburg.
Fahrzeuge fahren am Morgen bei starkem Regen auf einer Strasse in Hamburg. Bodo Marks
Hagenow.

Sturmtief "Mortimer" hat am Montag für Chaos auf Straßen und Schienen gesorgt. Die Deutsche Bahn hatte ihren Fernverkehr am Morgen weitgehend eingestellt. Gegen 11 Uhr waren die meisten Sperrungen aufgehoben, es könne jedoch weiter zu Verspätungen, einzelnen Zugausfällen kommen, teilte die Bahn mit. Die Halte Braunschweig Hbf und Hildesheim Hbf entfallen voraussichtlich den ganzen Tag für Züge des Fernverkehrs.

Auch im Regionalverkehr in MV und Brandenburg kommt es zu Behinderungen durch Bäume in den Gleisen. Betroffen sind derzeit  

  • der RE6 zwischen Wittenberge und Groß Pankow, ein Ersatzverkehr wird eingerichtet
  • die RB17 zwischen Bad kleinen und Dorf Mecklenburg, ein Ersatzverkehr wird eingerichtet
  • die RB 22 zwischen Berlin Schönefeld und Königs Wusterhausen fällt aus
  • die RE7 im Bereich Meddewitz verkehrt eingleisig. Dort kann es zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. 

Bäume auf B108 und B104

+++ Die aktuelle Zusammenfassung der Sturmschäden in MV und Brandenburg finden Sie hier.+++

Die B321 war auf Höhe der Viezer Kurve (zwischen Hagenow und A24) zeitweise voll gesperrt. Auch auf der B104 zwischen Brüel und Sternberg sowie zwischen Pampow und Holthusen wurden der Polizei umgerissene Bäume und abgebrochene schwere Äste gemeldet.

Am Ortsausgang Neubrandenburg wurde die B104 in Richtung Stavenhagen wegen einer Starkstromleitung auf der Straße voll gesperrt.

An der Bundesstraße 108 zwischen Ziddorf und Klocksin warf der Sturm eine Pappel um.  Wegen des hohen Risikos für die Einsatzkräfte konnte der Baum jedoch nicht sofort geborgen werden. Auf der B197 sorgte ein großer Ast für Behinderungen. Auch in Waren stürzten Bäume um. - ebenso in Prenzlau.

 

Sturm zieht in Richtung Osten

Der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes zufolge sollen sich die stärksten Böen über den Norden in den Nordosten und Osten Deutschlands verlagern, wo sie bis zum Nachmittag anhalten sollen. Im Norden und Nordosten bestehe Unwettergefahr durch einzelne orkanartige Böen. Vereinzelt könne es zu kurzen Gewittern kommen. Mit dem Abzug von „Mortimer” nach Osten schwäche sich der Wind von Westen her rasch ab. Dort werde bereits am Montagvormittag kaum noch etwas vom Sturm zu spüren sein.

Der Deutsche Wetterdienst hatte das Tief „Mortimer” als ein kleines Tief, „das recht flink unterwegs ist und nicht unterschätzt werden sollte”, angekündigt.

Gefahrenpotenzial sah der DWD unter anderem, weil die Bäume noch voll belaubt seien und dem Wind damit eine große Angriffsfläche böten, so dass sie auch bei nicht ganz so hohen Windstärken umstürzen könnten.

So sieht es aktuell in #Cottbus aus (und hört es sich an). #Wetter pic.twitter.com/SiwZz4kqzA

Feuerwehr wegen Schafen im Großeinsatz

Eine spektakuläre Rettungsaktion erlebten Hunderte Schafe auf einer Weide in Dortmund. Starke Regenfälle hatten die Weide mit rund 300 Tieren geflutet. Die Feuerwehr setzte ein Rettungsboot ein und baute Stege, um die Tiere vor dem Ertrinken zu retten, wie ein Sprecher der Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen sagte.

Bis 02.00 Uhr waren den Angaben zufolge 200 Tiere von der Weide geholt. Die Wiese stand anderthalb bis zwei Meter unter Wasser. Mehrere Tiere, darunter auch Lämmer, seien in den Wassermassen verendet. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 120 Einsatzkräften vor Ort.

Mann stirbt in Sachsen-Anhalt

Laut Informationen des MDR ist in Sachsen-Anhalt ein Mann durch den Sturm gestorben. Bei Wittenberg  wurde er von einem umstürzenden Baum erschlagen. Dem MDR gegenüber erklärte die Polizeidirektion Dessau-Roßlau, dass der Mann gegen 8:30 Uhr mit seinem Fahrzeug auf einer Landstraße unterwegs gewesen sei, als "aufgrund von Sturmböen" ein Baum auf sein Auto stürzte. Der 41-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle.

Der Artikel wurde am 30.09.2019 mehrfach aktualisiert.

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