SELTENER SCHNAPPSCHUSS

Elch im Fläming gesichtet

Ein seltener Gast in einem deutschen Wald bei Coswig – eigentlich gelten Elche hier als ausgestorben. Unter anderem Mecklenburg-Vorpommern kennt die Tiere aber gut.
dpa
Elche gelten in Sachsen-Anhalt und Deutschland seit langem als ausgestorben. Hin und wieder jedoch machen Tiere aus Polen einen Abstecher.
Elche gelten in Sachsen-Anhalt und Deutschland seit langem als ausgestorben. Hin und wieder jedoch machen Tiere aus Polen einen Abstecher. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
Coswig.

In einem Waldgebiet im Fläming bei Coswig ist ein Elch gesichtet worden. Das Tier sei von einer Wildkamera aufgenommen worden, teilte das Landesamt für Umweltschutz am Mittwoch mit. Elche gelten in Deutschland seit langem als ausgestorben. Hin und wieder jedoch machen Tiere aus Polen einen Abstecher. So wurden mehrfach Tiere in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gesichtet. In Sachsen-Anhalt wurde ein Elch zuletzt im Sommer 2016 in der Nähe von Wittenberg beobachtet.

Bei dem jetzt entdeckten Elch handelt es sich den Experten zufolge um ein männliches Tier. Sein Geweih habe er der Jahreszeit entsprechend aber schon abgeworfen. Elche benötigen besonders energiereiche Nahrung, die sie vor allem in Laub- und Mischwäldern mit Feuchtgebieten finden. Ob sich der Elch für längere Zeit in Sachsen-Anhalt aufhalte, lasse sich nicht abschätzen, hieß es.

In Mecklenburg-Vorpommern sorgten eine Zeit lang Elch-Meldungen für viel Aufsehen. In MV wurde das Tier mehrmals gesichtet, in der Uckermark wurde ein Elch sogar in Templin gesehen und betäubt. Jetzt lebt er – er wird Börni genannt – in einem Gehege.

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