IN NIEDERSACHSEN

Eltern zäunen aus Angst vor Wolf Kindergarten ein

Weil in der Nähe eines Waldkindergartens im niedersächsischen Landkreis Nienburg ein Wolf zugeschlagen haben soll, ergreifen Eltern nun Maßnahmen.
Ein Wolf soll in der Nähe eines Walkindergartens ein Alpaka gerissen haben.
Ein Wolf soll in der Nähe eines Walkindergartens ein Alpaka gerissen haben. Patrick Pleul
Rodewald.

Im niedersächsischen Landkreis Nienburg hat es wiederholt Wolfsrisse gegeben – auch Rinder wurden getötet. Nun hat das Raubtier offenbar in der Nähe eines Waldkindergartens zugeschlagen. Die Eltern sind offensichtlich besorgt um die Sicherheit ihrer Kinder und haben deshalb einen Zaun um das Gelände des Kindergartens gezogen, berichtet der NDR. Zudem sollen die Kinder eine Trillerpfeife tragen, um auf sich aufmerksam machen zu können, wenn sie etwas Verdächtiges sehen.

Diese Maßnahmen dienten dem „subjektiven Sicherheitsgefühl” von Kindern und Eltern, sagte der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Steimbke, Knut Hallmann, laut NDR. Zuletzt soll ein Wolf in unmittelbarer Nähe des Kindergartens ein Alpaka gerissen haben. Das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Hannover muss das allerdings noch bestätigen.

Der Vorfall zeige, wie nah der Wolf dem Menschen kommen kann, erklärte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Dirk Toepffer, daraufhin. „Nach den zahlreichen Schafsrissen sind die Wölfe jetzt offensichtlich darauf konditioniert, sich an große Tiere zu wagen”, so Toepffer weiter. „Der Fall des 300-Kilogramm schweren, kürzlich gerissenen Rindes zeigt, dass hier kein einzelner Wolf zu Werke geht. Die Vermutung des Wolfsberaters, dass es sich um ein Rudel handelt, ist nachvollziehbar.“

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